Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla heptaphylla
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An den rötlich überlaufenen Stängeln und den leuchtend gelben Blüten lässt sich das Rötliche Fingerkraut (Potentilla heptaphylla) sofort erkennen. In deinem Naturgarten spielt diese kleine Pflanze eine große Rolle, da sie auf der Vorwarnliste (Arten, deren Bestände merklich zurückgehen) steht. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) sind auf diese Art angewiesen. Wenn du ihr einen Platz schenkst, hilfst du aktiv dabei, eine bedrohte Art in unserer Kulturlandschaft zu erhalten. Du machst also alles richtig, wenn du diesen genügsamen Bodendecker förderst.
Ein rarer Überlebenskünstler für Sonnenanbeter und seltene Dickkopffalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Fingerkraut eine lebenswichtige Futterpflanze für spezialisierte Dickkopffalter. Der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Südliche Würfel-Dickkopffalter (Spialia rosae) nutzen die Pflanze intensiv. In höheren Lagen profitieren zudem Perlmuttfalter wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) und der Hochmoorbuntfalter (Boloria frigga) von diesem Vorkommen. Da die Blütezeit bereits im April beginnt, bietet sie eine verlässliche Energiequelle für die erste Generation dieser Falter. Auch wenn keine exakten Nektarmengen vorliegen, zeigt die Vielfalt der spezialisierten Besucher die hohe Bedeutung für die lokale Artenvielfalt.
Nach den vorliegenden Daten ist die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft, weshalb Vorsicht im Umfeld kleiner Kinder geboten ist. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen gelb blühenden Rosengewächsen, wobei das Rötliche Fingerkraut durch seine namensgebenden roten Stängel und die siebengeteilten Blätter gut unterscheidbar bleibt. Eine akute Giftigkeit für Haustiere ist nicht dokumentiert, dennoch sollte sie nicht als Futterpflanze dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Wähle für das Rötliche Fingerkraut einen Standort in der vollen Sonne.
Der Boden sollte als Schwachzehrer-Standort unbedingt mager (nährstoffarm) und sehr gut durchlässig sein.
Staunässe verträgt die Pflanze nicht, sie kommt jedoch hervorragend mit trockenen Phasen zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Achte beim Pflanzen darauf, den Boden nicht zu verbessern; Humus oder Dünger schaden der Pflanze eher.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) eingeht, ist künstlicher Dünger völlig überflüssig.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze niedrig bleibt und im Winter als Schutz für Bodenlebewesen dient.
Vermehren lässt sich das Fingerkraut am besten durch Teilung im frühen Frühjahr.
Eine ideale Begleitpflanze ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum).
Beide Arten teilen sich den Lebensraum trockener Magerwiesen und ergänzen sich optisch wie ökologisch perfekt.
Das Rötliche Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Es wächst bevorzugt auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und an sonnigen Gebüschrändern. Als ausdauernde, krautige Pflanze erreicht sie nur geringe Wuchshöhen und bildet oft lockere Teppiche. Die namensgebenden fingerförmigen Blätter sind meist sieben- bis neunteilig und unterstreichen die nahe Verwandtschaft zu anderen Fingerkräutern, wobei die rötliche Färbung der Triebe ein wichtiges Bestimmungsmerkmal darstellt.
2 Videos zu Rötliches Fingerkraut


12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →