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Familie: Pompilidae
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Wenn du im Garten eine Wespe siehst, die nervös und mit zuckenden Flügeln über den Boden läuft, hast du vermutlich eine Wegwespe aus der Gattung Priocnemis beobachtet. Diese Tiere wirken bei ihrer Suche sehr zielstrebig. Anders als soziale Wespen, die in Staaten leben, sind Wegwespen solitäre, also einzeln lebende Insekten. Priocnemis vulgaris ist eine Art, die auf Spinnen spezialisiert ist. Sie betreibt keine Brutpflege im klassischen Sinne, sondern legt für jedes ihrer Larvennachkommen eine eigene kleine Höhle im Boden an, in die sie eine gelähmte Spinne als Nahrungsvorrat einträgt.
Die Flugzeit der adulten, also ausgewachsenen Tiere, erstreckt sich von April bis in den späten September hinein. In dieser Zeit durchlaufen sie die Phasen der Paarung und der Nistplatzsuche. Die Entwicklung der Larven erfolgt geschützt im Nest, wobei die Tiere die Überwinterung meist als verpuppte Larve in ihrem Kokon innerhalb der Brutkammer verbringen, um im nächsten Frühjahr als neue Generation zu schlüpfen.
Obwohl es sich um Wespen handelt, sind Wegwespen bei der Gartenarbeit nicht aggressiv. Sie sind vollkommen auf die Jagd nach Spinnen fokussiert und nehmen Menschen kaum wahr. Ein Stich ist zwar bei direkter Bedrängnis theoretisch möglich, aber äußerst unwahrscheinlich, da die Tiere bei Störungen fast immer die Flucht vorziehen. Es gibt keinen Grund, sie zu bekämpfen; sie sind ein natürlicher Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts im Boden.
Die Art gehört zur Familie der Pompilidae, den Wegwespen. Charakteristisch ist die ausgeprägte Jagdstrategie: Die Weibchen suchen aktiv nach bodenbewohnenden Webspinnen. Sobald eine Beute gefunden ist, wird diese durch einen gezielten Stich in die Ganglienknoten – die Ansammlungen von Nervenzellen des Opfers – betäubt, aber nicht sofort getötet. Die Beute wird anschließend in ein Nest eingetragen, das die Wespe zuvor in den Boden gegraben oder in bereits vorhandenen Hohlräumen in morschem Holz angelegt hat. Danach legt das Weibchen ein Ei an die Spinne und verschließt den Eingang.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.