Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunus avium subsp. juliana
Auch bekannt als: Prunus avium subsp. juliana
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Die Herzkirsche erkennst du im Frühjahr an ihrer prachtvollen weißen Blütenfülle und später an den charakteristischen, herzförmigen Früchten mit ihrem weichen Fruchtfleisch. Sie ist ein wertvoller Bestandteil naturnaher Obstgärten und bietet spezialisierten Insekten eine wichtige Lebensgrundlage. Besonders der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) profitieren von diesem Baum. Wenn du einen robusten, heimischen Obstbaum suchst, der ökologischen Wert mit Genuss verbindet, ist sie die richtige Wahl für dich. Mit ihr holst du dir ein Stück lebendige Tradition in den Garten.
Heimische Obsttradition: Ein Schlaraffenland für seltene Dickkopffalter.
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Die Herzkirsche ist ein Magnet für eine Vielzahl spezialisierter Falter. Nach aktuellen Daten dient sie als wichtige Nahrungsquelle für Dickkopffalter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und den Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum). Auch Arten wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Spialia rosae) suchen den Baum auf. Die Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) sorgt zudem für ein stabiles Bodennetzwerk. Im Vergleich zu hochgezüchteten Zierkirschen bietet diese heimische Unterart echten ökologischen Mehrwert für die lokale Fauna.
Prunus avium subsp. juliana (Kirschlorbeer) gilt als giftig. Giftige Teile: Blaetter, Samen (Steine). Wirkstoff: Blausaeurehaltige Verbindungen (Amygdalin, Prunasin). Bei Verdacht auf Vergiftung: Giftnotruf: 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
16.56 m
Wähle einen sonnigen Standort, damit die Früchte ihr volles Aroma entwickeln können.
Der Boden sollte tiefgründig und nährstoffreich sein, um das Wachstum zu unterstützen.
Pflanze den Baum idealerweise in den Herbstmonaten von September bis November oder im Frühjahr bis Mai.
Achte darauf, dass die Veredelungsstelle beim Einpflanzen etwa eine Handbreit über der Erdoberfläche bleibt.
Wässere den jungen Baum in den ersten zwei Standjahren bei Trockenheit regelmäßig.
Da der Baum eine Arbuskuläre Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) eingeht, fördert organischer Dünger wie Kompost die Vitalität.
Ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt nach der Ernte hält die Krone gesund.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) eignet sich hervorragend als Unterpflanzung.
Beide Pflanzen sind in hiesigen Regionen heimisch und die Schlüsselblume nutzt den lichten Schatten, bevor die Kirsche ihr volles Laub entfaltet.
Die Herzkirsche (Prunus avium subsp. juliana) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine kultivierte Unterart der wilden Vogelkirsche. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und kommt oft in Streuobstwiesen vor. Ein biologisches Merkmal ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Bodenpilzen, die dem Baum hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen. Charakteristisch ist die glatte, rötlich-braune Ringelborke (quer verlaufende Korkstreifen am Stamm), die im Alter aufreißt.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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