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Familie: Tortricidae
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Wenn du im späten Frühjahr an deinen Nadelgehölzen kleine, unauffällige Falter entdeckst, könnte es sich um den Tannenwickler (Pseudohermenias abietana) handeln. Es sind zierliche Insekten mit einer Flügelspannweite von etwa 13 bis 16 Millimetern. Ihre Vorderflügel sind in graubraunen Tönen gehalten und weisen eine feine, dunkle Bänderung auf, die ihnen eine exzellente Tarnung auf der Borke von Tannen oder Fichten verleiht. Die Falter sind primär dämmerungsaktiv. Ihre Larven, also die Raupen, entwickeln sich in den Nadeln der Wirtspflanzen, indem sie diese mit Gespinsten zusammenweben, um sich vor Fressfeinden und Witterung zu schützen.
Der Lebenszyklus beginnt mit der Eiablage an den Nadeln der Wirtspflanze. Die Raupen schlüpfen und überwintern, oft geschützt in einem Gespinst. Im darauffolgenden Frühjahr setzen sie ihre Entwicklung fort und verpuppen sich, das heißt, sie gehen in das inaktive Stadium über, in dem sie sich zum Falter umwandeln. Die Flugzeit der ausgewachsenen Falter erstreckt sich in Mitteleuropa meist von Mai bis Juli, wobei sie ihre Eier für die nächste Generation ablegen.
Der Tannenwickler ist ein natürlicher Bestandteil unserer heimischen Nadelwaldökosysteme und auch in naturnahen Gärten mit altem Baumbestand anzutreffen. Da er keine Massenvermehrungen zeigt, die für gesunde Bäume gefährlich wären, sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich. Auf den Einsatz von Insektiziden – also chemischen Mitteln gegen Insekten – sollte in deinem Garten konsequent verzichtet werden, um das ökologische Gleichgewicht und die Nützlinge, die den Bestand des Wicklers regulieren, wie etwa Schlupfwespen, nicht zu gefährden.
Der Tannenwickler gehört zur Familie der Wickler (Tortricidae). Der Name leitet sich von dem Verhalten der Raupen ab, die Nadeln zu 'wickeln' oder zusammenzuspinnen. Systematisch wird die Art der Gattung Pseudohermenias zugeordnet. Es handelt sich um einen monophagen Falter, was bedeutet, dass sich die Raupen auf eine sehr begrenzte Auswahl an Nahrungspflanzen spezialisiert haben – in diesem Fall vorwiegend auf die Weiß-Tanne (Abies alba).
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.