Bild folgtKI-generierte IllustrationCarum verticillatum
Auch bekannt als: Quirlblättriger Kümmel
22
Arten
interagieren
39
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Quirl-Kümmel (Carum verticillatum) sind seine namensgebenden Blattfiedern, die wie grüne Radspeichen in dichten Quirlen am Stängel angeordnet sind. Diese botanische Rarität ist für den Naturgarten ein echter Gewinn, da sie spezialisierten Insekten wie dem Schwalbenschwanz (Papilio machaon) als wichtige Nahrungsquelle dient. Auch Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) profitieren von den flachen Doldenblüten. Da die Art in der freien Natur extrem selten geworden ist, leisten Sie mit ihrer Ansiedlung in feuchten Gartenbereichen einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Wenn Sie einen sonnigen Standort mit feuchtem Boden haben, ist diese Pflanze genau das Richtige für Sie.
Mit 0.39 m Höhe der perfekte Spezialist für feuchte Magerwiesen und Schwebfliegen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Quirl-Kümmel eine wertvolle Ressource für Schwebfliegen wie die Gebänderte Waldschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae). Auch die Kleine Schwebfliege (Eupeodes latifasciatus) nutzt die leicht zugänglichen Dolden zur Nahrungsaufnahme. Unter den Tagfaltern ist er eine bedeutende Futterpflanze für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon). Die Ausbreitung erfolgt durch sehr leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von nur 0.9297 mg, die im Winter über weite Strecken vom Wind getragen werden können. Somit dient die Pflanze als wichtiger Trittstein für die Vernetzung seltener Feuchtwiesen-Biotope.
Bitte beachten Sie, dass der Quirl-Kümmel als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie bei vielen Vertretern der Doldenblütler (Apiaceae) besteht für Laien eine theoretische Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten der gleichen Familie. Achten Sie beim Umgang mit der Pflanze auf die charakteristischen quirligen Blätter, um eine eindeutige Bestimmung sicherzustellen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.389 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wählen Sie einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), ideal sind mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich.
Bodenfeuchte: Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein (Feuchtezahl 8), da die Art an Moorstandorte angepasst ist.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Nährstoffzahl 2) benötigt er magere Erde; vermeiden Sie jegliche Düngergaben.
Bodenreaktion: Idealerweise ist der Boden neutral bis schwach sauer (Reaktionszahl 4).
Pflanzzeit: Setzen Sie Jungpflanzen entweder im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Wuchshöhe: Planen Sie für die ausgewachsene Pflanze einen vertikalen Platz von genau 0.39 m ein.
Vermehrung: Die leichten Samen (0.9297 mg) verbreiten sich bei Reife selbstständig über den Wind.
Gute Partnerin: Die Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi) — sie bevorzugt die gleichen feuchten Magerstandorte und ergänzt die weiße Blüte ökologisch ideal.
Der Quirl-Kümmel gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist als Indigen (einheimische Art) in Westeuropa und Teilen Deutschlands beheimatet. Sein natürlicher Lebensraum sind Feuchtwiesen und Moore, die als nährstoffarme Schwachzehrer-Standorte (Böden mit sehr geringem Stickstoffgehalt) ausgeprägt sind. Mit einer exakten Wuchshöhe von 0.39 m bleibt er kompakt und zeichnet sich durch seine borstlich-feinen, quirlständigen Blätter aus. Die Pflanze bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse und ist eng an wechselfeuchte Habitate angepasst. Trotz seiner Seltenheit ist er ein fester Bestandteil der heimischen Flora für spezialisierte Standorte.
2 Videos zu Quirl-Kümmel


17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →