Bild folgtKI-generierte IllustrationGuizotia abyssinica
Auch bekannt als: Nigersaat, Negersaat, Nigersamen, Gingellikraut, Abessinisches Ramtillkraut
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist das Ramtillkraut durch seine leuchtend gelben Korbblüten und den stattlichen, aufrechten Wuchs von genau 1,0 m. Diese einjährige Pflanze ist eine Bereicherung für jeden Naturgarten, da sie erst spät im Jahr Farbe bekennt. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) nutzen die späte Blütezeit als lebenswichtige Energiequelle. Auch Nachtfalter wie die Baumwoll-Kapseleule besuchen die Blüten regelmäßig. Wenn du also eine Pflanze suchst, die deinen Garten bis in den Oktober hinein belebt, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Späte Goldgelb-Pracht: Die lebenswichtige Nektartankstelle für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Ramtillkraut eine wertvolle Tankstelle für zahlreiche Insekten. Besonders Scheckenfalter-Arten wie Melitaea phoebe, Melitaea ornata, Melitaea varia und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) profitieren von dem Angebot. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wurden an den Blüten beobachtet. Nachts finden sich Besucher wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule ein. Im Spätherbst bieten die leichten Samen, die ein Gewicht von etwa 2,7 mg aufweisen, eine willkommene Nahrungsquelle für Samenfresser in der Vogelwelt, bevor sie vom Wind davongetragen werden.
Bitte beachte, dass das Ramtillkraut laut Datenlage als nicht kindersicher eingestuft wird. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze so zu platzieren, dass kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt Teile davon verzehren können. Schwere Vergiftungen sind zwar nicht dokumentiert, aber Vorsicht im Familiengarten ist hier ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Sep – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), an dem die Pflanze mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne bekommt.
Der Boden sollte frisch und mäßig feucht sein (Ellenberg Feuchte 4); vermeide jedoch Staunässe.
Da die Pflanze ein Starkzehrer ist (Ellenberg Naehrstoffe 8), benötigt sie einen sehr nährstoffreichen Boden; arbeite bei Bedarf reifen Kompost ein.
Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Ellenberg Reaktion 6) ist ideal für die Entwicklung.
Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr von März bis Mai, sobald der Boden frostfrei ist.
Halte beim Pflanzen die Wuchshöhe von 1,0 m im Blick und gib der Pflanze ausreichend Raum.
Da sie einjährig ist, vermehrt sie sich über ihre leichten Samen (Diasporen), die im Herbst durch den Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Plätze und ergänzt das Ramtillkraut ökologisch durch eine zeitversetzte Blüte.
Das Ramtillkraut (Guizotia abyssinica) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es mittlerweile verbreitet und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Standorte. Morphologisch zeichnet sich diese krautige, nicht verholzte Pflanze durch ihre breitblättrige Struktur aus. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine enge Lebensgemeinschaft zwischen den Wurzeln und Bodenpilzen, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →