Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus sceleratus
Auch bekannt als: Gifthahnenfuss, Gift-Hahnenfuss
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den auffällig glänzenden, tief gelappten Blättern und den ungewöhnlich kleinen, hellgelben Blüten lässt sich der Gift-Hahnenfuß (Ranunculus sceleratus) sofort erkennen. Er ist ein spezialisierter Bewohner für den Teichrand oder feuchte Gräben und zeigt Dir zuverlässig nährstoffreiche Stellen an. Da er als Pionierpflanze schnell offene Schlammflächen besiedelt, stabilisiert er den Boden an Wasserläufen und feuchten Senken. Wenn Du eine Stelle im Garten hast, die im Winter unter Wasser steht und im Sommer schlammig ist, findet diese Art dort ihren perfekten Platz. Er bereichert das Ufer durch seine lange Blütezeit, die bis weit in den Herbst hineinreicht.
Blühfreudiger Pionier für nasse Ufer: Goldgelbe Akzente von Juni bis Oktober.
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In der Zeit von Juni bis Oktober bietet der Gift-Hahnenfuß ein kontinuierliches Blütenangebot an feuchten Gartenstandorten. Seine Samen sind mit einem Gewicht von nur 0.1357 mg extrem leicht, was die Fernausbreitung durch Wind oder Wasser begünstigt. Die Pflanze geht eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) vom Typ AM ein, was die Nährstoffaufnahme in schwierigen, nassen Böden optimiert. Er besiedelt als eine der ersten Arten offene Schlammstellen und leitet damit die natürliche Besiedlung an Teichufern ein. Mangels spezifischer Bestäuberdaten konzentriert sich sein ökologischer Wert auf diese Pionierfunktion und die Bereitstellung von Biomasse an Standorten, die für viele andere Pflanzen zu nass sind.
Die gesamte Pflanze ist durch den Wirkstoff Protoanemonin giftig und führt bei Hautkontakt zu Reizungen sowie bei Einnahme zu Vergiftungen. Sie ist für Gärten mit Kindern oder Haustieren nicht kindersicher. Im Falle einer Vergiftung oder bei Hautkontakt kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.381 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in voller Sonne (Ellenberg Licht 8), damit die Pflanze ihre charakteristischen Glanzblätter und Blüten voll entwickelt.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein (Ellenberg Feuchte 9); ideal ist die Sumpfzone des Teichs oder eine dauerfeuchte Senke.
Da die Pflanze ein Starkzehrer (Pflanze mit sehr hohem Nährstoffbedarf) ist, benötigt sie einen sehr nährstoffreichen Boden (Ellenberg Stickstoff 9).
Achte auf einen kalkhaltigen bis basischen Boden (Ellenberg Reaktion 7), um den natürlichen Ansprüchen gerecht zu werden.
Pflanze den Hahnenfuß im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Halte die exakte Wuchshöhe von 0.38 m bei der Planung ein, damit er nicht von größeren Uferstauden verdeckt wird.
Da er eine kurzlebige Pionierpflanze ist, solltest Du Selbstaussaat zulassen, um den Bestand im Garten zu sichern.
Gute Partnerin: Sumpf-Segge (Carex acutiformis) – sie besiedelt ähnliche nasse Standorte und bietet einen ruhigen, grünen Kontrast zur gelben Blüte.
Der Gift-Hahnenfuß gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt natürlicherweise schlammige Ufer, Gräben und periodisch überschwemmte Flächen. Ein markantes morphologisches Merkmal ist der walzenförmig verlängerte Blütenboden, auf dem die Früchte sitzen – dies unterscheidet ihn deutlich von anderen Hahnenfuß-Arten. Die Pflanze wächst krautig, ist nicht verholzt und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.38 m.
3 Videos zu Gift-Hahnenfuß



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →