Bild folgtKI-generierte IllustrationRosa subcanina
Auch bekannt als: Rosa subcanina
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Falsche Hunds-Rose durch ihre zartrosa bis weißen Schalenblüten und den kräftigen, überhängenden Wuchs auf. Diese heimische Wildrose ist ein unverzichtbarer Baustein für ökologische Hecken, da sie wertvollen Lebensraum und Nahrung bietet. Besonders spezialisierte Falter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Mattscheckige Dickkopffalter (Muschampia tessellum) sind auf solche Bestände angewiesen. Mit ihrer Robustheit ist sie ideal für naturnahe Gärten in Deutschland und Österreich geeignet. Wenn du eine Rose suchst, die wenig Arbeit macht und der Tierwelt dient, ist sie die richtige Wahl für dich.
Wilder Charme für deinen Garten: Lebensraum für seltene Dickkopffalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Rose eine essenzielle Futterquelle für verschiedene Dickkopffalter. Arten wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder die spezialisierte Art Spialia rosae nutzen die Blüten intensiv. Auch Perlmuttfalter, darunter der Polare Perlmuttfalter (Boloria polaris) und der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga), profitieren von diesem Nahrungsangebot. Im Winter bieten die entwickelten Hagebutten eine wichtige, energiereiche Nahrungsgrundlage für heimische Vögel. Da die Blüten ungefüllt sind, bleiben Pollen und Nektar für alle Bestäuber frei zugänglich.
Aufgrund ihrer kräftigen Stacheln (spitze Auswüchse der Rinde) gilt die Pflanze als nicht kindersicher. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Falsche Hunds-Rose selbst ist ungiftig, lediglich beim Hantieren und Schneiden solltest du zum Schutz deiner Hände feste Gartenhandschuhe tragen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.77 m
Die Falsche Hunds-Rose ist ein klassischer Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und bevorzugt einen vollsonnigen Standort.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei sie mit normaler, tiefgründiger Gartenerde sehr gut zurechtkommt.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Grabe das Pflanzloch etwa doppelt so groß wie den Wurzelballen und wässere die Jungpflanze in der Anwachsphase regelmäßig.
Ein Rückschnitt ist im Spätwinter möglich, um die Verjüngung zu fördern, ist bei ausreichend Platz aber kein Muss.
Da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Pilzsymbiose an den Wurzeln) eingeht, solltest du auf Kunstdünger verzichten, um die Bodenbiologie zu schonen.
Als Pflanzpartner empfehle ich den Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna).
Beide Arten bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Schutzhecke und teilen sich die Vorliebe für sonnige, frische Standorte.
Die Falsche Hunds-Rose (Rosa subcanina) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen. Sie ist in Deutschland und Österreich indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt sonnige Waldränder sowie Heckenlandschaften. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre bogig hängenden Zweige und die spezifische Anordnung der Kelchblätter aus, die sie von verwandten Arten abgrenzt. Auf der Roten Liste wird sie als ungefährdet geführt, was sie zu einer stabilen und verlässlichen Wahl für die regionale Biodiversität macht.
3 Videos zu Falsche Hunds-Rose



12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →