Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus fabrimontanus
Auch bekannt als: Rubus fabrimontanus
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Schmiedeberger Haselblattbrombeere (Rubus fabrimontanus) durch ihren kompakten Wuchs und die Blätter, die in ihrer Form stark an die Haselnuss erinnern. In deinem Naturgarten übernimmt sie eine wichtige Funktion als Nahrungsquelle, besonders für spezialisierte Falter wie den Rotbraunen Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder den Heilwurz-Dickkopffalter (Muschampia tessellum). Da sie recht niedrig bleibt, lässt sie sich wunderbar in den Vordergrund von Hecken integrieren. Du tust der regionalen Artenvielfalt einen großen Gefallen, wenn du dieser heimischen Wildbrombeere ein Plätzchen schenkst. Probier es doch einfach mal im Halbschatten aus.
Kompakter Naturschutz: Die nur 43 cm hohe Brombeere für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Brombeere eine essenzielle Lebensgrundlage für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Besonders Dickkopffalter wie der Rotbraune Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Malven-Würfelfleck (Spialia orbifer) und Spialia rosae besuchen die Blüten von Mai bis September. Auch seltene Arten wie der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) und der Heilwurz-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) profitieren von dem Nektarangebot. In kühleren Regionen fliegen zudem Perlmuttfalter wie Boloria polaris, Boloria frigga und Boloria freija die Pflanze an. Die dichten Zweige bieten Schutz für kleine Gartenbewohner, während die Früchte im Spätsommer Vögeln als Nahrung dienen.
Die Schmiedeberger Haselblattbrombeere gilt als nicht kindersicher, was primär an den gattungstypischen Stacheln liegt, die zu kleinen Kratzern führen können. Giftig ist die Pflanze nicht, dennoch sollten Kinder beim Entdecken im Garten wegen der Dornen vorsichtig sein. Eine Verwechslung mit giftigen Beeren ist bei genauer Betrachtung der typischen Rubus-Wuchsform unwahrscheinlich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Ellenberg Licht 6: Wähle einen Standort im Halbschatten, wo die Pflanze vor extremer Mittagssonne geschützt ist.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht, aber niemals staunass sein.
Ellenberg Stickstoff 5: Normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal; eine zusätzliche Düngung ist in der Regel nicht nötig.
Bodenbeschaffenheit: Achte auf einen eher sauren Boden (Reaktion 3: saurer Bodenwert), eventuell mit etwas Laubkompost aufbessern.
Pflanzzeit: Setze den Strauch im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Wuchshöhe beachten: Da sie genau 0,43 m hoch wird, benötigt sie im Gegensatz zu anderen Brombeeren keine Kletterhilfe.
Pflege: Ein moderater Rückschnitt alter Triebe im Spätwinter fördert die Vitalität und den Neuaustrieb.
Gute Partnerin: Die Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen sauren, frischen Bodenverhältnisse bevorzugt.
Diese Art gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen. Sie ist in Deutschland und Österreich indigen (heimisch) und besiedelt natürlicherweise lichte Waldränder oder Gebüsche auf eher sauren Böden. Als Strauch erreicht sie eine konstante Wuchshöhe von genau 0,43 m, was sie deutlich von stark wuchernden Gartenbrombeeren unterscheidet. Die Blätter sind breitblättrig und namensgebend haselblattähnlich. Da sie als Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) oder indigen gilt, ist sie ein fester Bestandteil unserer heimischen Flora.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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