Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus henrici-weberi
Auch bekannt als: Rubus henrici-weberi
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Weber-Brombeere (Rubus henrici-weberi) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kräftigen, bogenförmigen Trieben und den typisch handförmig geteilten Blättern ist sie eine charakteristische Erscheinung am Gehölzrand. Als seltener Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) bereichert sie die biologische Vielfalt Ihres Gartens enorm. Besonders spezialisierte Falter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) profitieren von ihr. Da die Art auf der Roten Liste steht, leisten Sie mit der Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Schauen Sie doch mal, ob in Ihrem Garten noch ein Plätzchen im Halbschatten frei ist.
Botanische Rarität der Roten Liste: Ein Paradies für seltene Dickkopffalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Brombeere eine zentrale Futterquelle für seltene Dickkopffalter. Zu den Besuchern gehören unter anderem der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum). Auch Perlmuttfalter wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria frigga) nutzen das Angebot. Die Blüten bieten reichlich Nektar und Pollen, während die Beeren im Spätsommer eine wichtige Energiequelle für Vögel darstellen. In den markhaltigen Stängeln finden zudem verschiedene Wildbienenarten einen Platz für ihre Eiablage, sofern man die Ruten über den Winter stehen lässt.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wählen Sie einen Platz im Halbschatten, dort fühlt sie sich am wohlsten.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen nährstoffreichen, fetten Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe ist zu vermeiden, aber Austrocknung mag sie ebenso wenig.
Pflanzzeit: Sie können sie von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November pflanzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Da Brombeeren am zweijährigen Holz fruchten, schneiden Sie die abgetragenen Ruten im Spätwinter bodennah ab.
Vermehrung: Dies gelingt am einfachsten über Absenker (Triebe, die bei Bodenkontakt Wurzeln bilden).
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Hainbuche (Carpinus betulus). Beide teilen den Wunsch nach nährstoffreichem Boden und bieten gemeinsam einen dichten Sichtschutz und wertvollen Lebensraum für die Tierwelt.
Die Weber-Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine indigene Art in Deutschland. Sie wächst als ausdauernder Strauch und geht eine Symbiose mit Bodenpilzen ein, die man arbuskuläre Mykorrhiza (AM) nennt – eine Gemeinschaft, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen. Typisch für diese Brombeerart ist ihre Seltenheit; sie wird auf der Roten Liste unter der Kategorie R (extrem selten) geführt. Morphologisch folgt sie dem Aufbau der echten Brombeeren mit bestachelten Ruten, die im zweiten Jahr Blüten und Früchte tragen.
3 Videos zu Weber-Brombeere



12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →