Bild folgtKI-generierte IllustrationRuppia maritima
Auch bekannt als: Meeres-Salde, Strand-Salde, ruppie maritime, Strandsalde
Artengruppe
10
Arten
interagieren
10
Interaktionen
dokumentiert
An ihren zarten, fadenförmigen Blättern, die wie grüne Schleier unter der Wasseroberfläche fluten, lässt sich die Meeres-Salde sofort erkennen. Da sie in der freien Natur bereits als gefährdet gilt, ist sie für den Naturgarten ein echter Gewinn für den Artenschutz. Besonders Wasservögel wie die Löffelente oder die seltene Halsringente nutzen die Bestände als wichtige Nahrungsquelle. Wenn du einen nährstoffreichen Teich hast, bietet diese Art einen wunderbaren Unterwasser-Lebensraum. Mit der Ansiedlung dieser seltenen Pflanze leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Biodiversität.
Ein seltenes Juwel: Schaffe ein nahrhaftes Paradies für bedrohte Wasservögel.
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Die Meeres-Salde ist eine bedeutende Nahrungspflanze für verschiedene spezialisierte Wasservögel. Nach aktuellen Daten profitieren insbesondere die Löffelente und der Tundra-Schwan (Cygnus columbianus) von den energiereichen Pflanzenteilen. Auch für die Bahama-Ente und die Karolina-Pfeifente (Mareca americana) stellt sie eine wichtige Ressource in ihrem Lebensraum dar. Die dichten Unterwasserwiesen dienen zudem der Halsringente als Rückzugsort. Durch die Produktion zahlreicher Samen trägt die Pflanze wesentlich zur Nahrungssicherung dieser Vögel bei, während die dichten Matten gleichzeitig Kleinstlebewesen als Lebensraum dienen.
Bitte beachte, dass die Meeres-Salde als nicht kindersicher eingestuft wird. Da sie bevorzugt in tieferen Wasserzonen wächst, besteht in diesen Bereichen ohnehin ein erhöhtes Unfallrisiko für Kleinkinder. Zwar sind keine spezifischen Giftstoffe für den Menschen bekannt, die Pflanze sollte jedoch nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Suche für die Meeres-Salde einen vollsonnigen Platz in deinem Gartenteich aus.
Sie benötigt als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) einen sehr nährstoffreichen und fetten Boden am Teichgrund.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai, sobald das Wasser wärmer wird.
Eine Pflanzung im Herbst von September bis November ist ebenfalls möglich, solange das Wasser frostfrei ist.
Achte darauf, dass die Pflanze genügend Platz hat, um ihre flutenden Matten unter Wasser auszubreiten.
Da sie nährstoffreiches Wasser liebt, ist sie ideal für Teiche, in die natürlicher Nährstoffeintrag erfolgt.
Eine Pflege im herkömmlichen Sinne ist kaum nötig, solange das ökologische Gleichgewicht im Teich stimmt.
Die Vermehrung erfolgt im Garten meist von selbst über die im Spätsommer reifenden Samen.
Gute Partnerin: Das Kamm-Laichkraut (Stuckenia pectinata) – beide Arten teilen die Vorliebe für mineralreiche Gewässer und bilden gemeinsam wertvolle Unterwasser-Dickichte für die Tierwelt.
Die Meeres-Salde (Ruppia maritima) ist eine spezialisierte Wasserpflanze, die zur Ordnung der Froschlöffelartigen (Alismatales) gehört. Sie ist in Österreich heimisch und besiedelt dort vor allem salzhaltige oder mineralreiche Binnengewässer, was sie zu einem seltenen Archäophyten (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder Indigenen macht. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre langen, fadenartigen Triebe aus, die es den Blüten ermöglichen, zur Bestäubung die Wasseroberfläche zu erreichen. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, kommt ihr eine besondere ökologische Bedeutung zu.
1 Video zu Meeres-Salde (Artengruppe)

10 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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