Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix serpyllifolia
Auch bekannt als: Salix serpyllifolia
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
An ihren winzigen, fast runden Blättern, die kaum größer als die eines Thymians sind, lässt sich die Quendel-Weide (Salix serpyllifolia) sofort erkennen. Als flach wachsender Spalierstrauch (eng am Boden oder Fels kriechendes Gehölz) bildet sie dichte, grüne Teppiche. Für deinen Naturgarten ist diese indigene (einheimische) Art wertvoll, da sie spezialisierten Schmetterlingen wie dem Großen Fuchs (Nymphalis polychloros) oder dem Schillerfalter (Apatura iris) als wichtige Nahrungsquelle dient. Wenn du einen Steingarten oder ein Alpinum besitzt, ist diese Weide die ideale Wahl, um hochalpine Biodiversität auf kleiner Fläche zu fördern. Probiere es aus, wenn du einen sonnigen, kalkreichen Platz im Garten frei hast.
Alpiner Bodenschatz: Ein kriechendes Paradies für seltene Schillerfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Weide eine bedeutende Nektarquelle für eine Vielzahl edler Schmetterlinge. Besonders der Schillerfalter (Apatura iris) und der Freyer-Schillerfalter (Apatura metis) besuchen die Blüten. Auch der C-Falter (Polygonia c-album) sowie der Trauermantel (Nymphalis antiopa) profitieren von dem Angebot im Frühjahr. Für seltene Arten wie den Großen Fuchs (Nymphalis polychloros) und den Östlichen Großen Fuchs (Nymphalis xanthomelas) stellt sie eine wichtige Ressource dar. Selbst hochalpine Spezialisten wie der Polar-Perlmuttfalter (Boloria chariclea) nutzen diesen Zwergstrauch. Da die Pflanze dicht am Boden wächst, bietet sie zudem Schutz für wirbellose Kleintiere in extremen Lagen.
Die Quendel-Weide wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Weidenarten enthält sie Salicylate in der Rinde; der Verzehr größerer Mengen kann für Kinder oder Haustiere problematisch sein. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Alpenpflanzen besteht aufgrund des charakteristischen kriechenden Wuchses und der weidentypischen Kätzchen kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze einen Lichtwert von 9 hat und keinen Schatten verträgt.
Boden: Die Erde sollte frisch, aber gut durchlässig sein und einen hohen Kalkgehalt aufweisen (basenreich).
Nährstoffe: Setze sie in mageres Substrat; zu viel Dünger schadet dem kompakten Wuchs.
Pflanzzeit: Idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden frostfrei ist.
Feuchtigkeit: Achte auf gleichmäßige Feuchte ohne Staunässe, besonders in der Anwachsphase.
Rückschnitt: Ein Schnitt ist aufgrund des extrem langsamen und flachen Wachstums nicht erforderlich.
Vermehrung: Dies gelingt am besten über Stecklinge oder Absenker im Frühjahr.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Silberwurz (Dryas octopetala) – beide Arten teilen den alpinen Lebensraum und bevorzugen kalkhaltige, sonnige Schotterflächen.
Die Quendel-Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in den Gebirgen Mitteleuropas heimisch. Sie wächst bevorzugt in der alpinen Stufe auf Kalkschutt und Magerrasen. Botanisch auffällig ist ihr Wuchs als Zwergstrauch, dessen Äste oft im Boden bewurzeln. Sie geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, was ihr hilft, in nährstoffarmen Gebirgslagen zu überleben. Trotz ihrer geringen Größe zeigt sie die typische Kätzchenblüte ihrer Gattung.
3 Videos zu Quendel-Weide



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →