Bild folgtKI-generierte IllustrationSalsola kali agg.
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren sukkulenten (wasser-speichernden), schuppenförmigen Blättern lässt sich das Salzkraut (Salsola kali agg.) sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein spannender Gast im Naturgarten, da sie auf stickstoffreichen Böden gedeiht und wichtigen Insekten wie dem Kleinen Kohl-Weißling (Pieris rapae) oder der Ypsiloneule (Agrotis ipsilon) als Anlaufstelle dient. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,4 m passt sie wunderbar in sonnige Beete. Wenn du einen Platz mit viel Licht und Nährstoffen hast, ist diese Art eine echte Bereicherung für deine heimische Artenvielfalt. Schau doch mal, ob du ein Plätzchen für diesen spezialisierten Überlebenskünstler findest.
Sukkulenter Spezialist: Die wichtige Tankstelle für den Kleinen Kohl-Weißling.
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Das Salzkraut spielt eine spezifische Rolle für die Tierwelt in deinem Garten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) von der Pflanze. Auch für Nachtfalter wie die Ypsiloneule (Agrotis ipsilon) ist das Salzkraut eine wichtige Ressource. Die Samen sind mit etwa 2,1 Milligramm sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und sie im Winter zu einer potenziellen Nahrungsquelle macht. Da die Pflanze ohne Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen) lebt, besetzt sie oft Nischen auf fetten Böden, die für andere Pflanzen weniger geeignet sind.
Bitte beachte bei der Gartenplanung, dass das Salzkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze bildet im Reifezustand oft harte Strukturen aus, die unangenehm sein können. Ein Standort abseits von Spielflächen ist daher empfehlenswert, damit du und deine Enkel den Garten unbeschwert genießen könnt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Schuppenförmig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.396 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), da die Pflanze maximale Strahlung für ihre Entwicklung benötigt.
Boden: Der Untergrund sollte ein Starkzehrer-Boden (sehr nährstoffreich) sein, idealerweise mit kalkhaltigen oder basischen Eigenschaften.
Feuchtigkeit: Ein frischer, mäßig feuchter Boden (Feuchtezahl 4) wird bevorzugt; achte auf eine gute Drainage, damit keine Staunässe entsteht.
Pflanzzeit Frühling: Von März bis Mai kannst du das Salzkraut direkt in den Garten setzen.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung ist auch von September bis November möglich, solange der Boden noch offen und frostfrei ist.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine kompakte Höhe von 0,4 m.
Pflege: Da sie nicht verholzt, ist kein starker Rückschnitt nötig; lasse sie über den Winter stehen, damit die Samen ausreifen können.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota) — sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Plätze und ergänzt das Salzkraut ökologisch hervorragend.
Das Salzkraut gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist in Deutschland heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst oft kalkhaltige (basische) Standorte mit hoher Nährstoffkonzentration. Botanisch fällt die Pflanze durch ihren sukkulenten Wuchs aus, bei dem die Blätter Wasser speichern können, um Trockenphasen zu überstehen. Mit einer Blattfläche von etwa 30 mm² pro Blatt ist sie perfekt an sonnige Lagen angepasst. Die Vermehrung erfolgt über sehr leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die oft über weite Strecken vom Wind getragen werden.
1 Video zu Salzkraut

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →