Bild folgtKI-generierte IllustrationSanicula europaea
Auch bekannt als: Sanikel
7
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
An den tief handfoermig geteilten, glaenzend dunkelgruenen Blaettern und den kugeligen, weisslich-rosa Bluetendoelden laesst sich der Wald-Sanikel (Sanicula europaea) sofort erkennen. Diese heimische Waldpflanze ist ein Segen fuer schattige Gartenbereiche, in denen sonst wenig blueht. In der Natur findet man ihn oft in Buchenwaeldern, wo er einen wichtigen Beitrag zum Oekosystem leistet. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitiert besonders die Rote Wespe (Vespula rufa) von seinem Nektarangebot, waehrend die Waldmaus (Apodemus sylvaticus) die herabfallenden Fruechte nutzt. Wenn du eine naturnahe Schattenecke gestalten moechtest, ist er die perfekte Wahl fuer dich.
Der Schattenstar fuer die Rote Wespe: Ausdauernd, heimisch und pflegeleicht.
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Der Wald-Sanikel (Sanicula europaea) bietet von Mai bis September eine verlaessliche Nahrungsquelle in schattigen Lagen. Da er blueht, wenn das Kronendach der Baeume bereits geschlossen ist, ist er besonders wertvoll fuer Insekten des Waldinneren. Nachweislich besucht die Rote Wespe (Vespula rufa) die Blueten zur Nektaraufnahme. Die Samenreife zieht kleine Saeugetiere wie die Waldmaus (Apodemus sylvaticus) an, die die Fruechte fressen oder durch Verschleppung verbreiten. Damit unterstuezt die Pflanze die natuerliche Dynamik im Unterwuchs deines Gartens.
Der Wald-Sanikel (Sanicula europaea) ist nicht als kindersicher eingestuft, da er Saponine (seifenartige Inhaltsstoffe) enthaelt, die bei Verzehr zu Unwohlsein fuehren koennen. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der handfoermigen, glatten Blaetter kaum. Dennoch sollten Kinder darauf hingewiesen werden, keine Teile der Pflanze in den Mund zu nehmen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Standort: Absolut schattig bis halbschattig, idealerweise unter heimischen Laubbaeumen.
Boden: Er ist ein Mittelzehrer (benoetigt maessig nahrhaften Boden) und bevorzugt frische (maessig feuchte) Erde.
Pflanzzeit: Maerz bis Mai oder September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Er ist sehr pflegeleicht. Das herbstliche Laub der Baeume sollte als Mulchschicht liegen bleiben, da dies seinem natuerlichen Lebensraum entspricht.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich durch ihre Klettfruechte oft von selbst.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Wald-Segge (Carex sylvatica). Beide teilen den Standortanspruch 'frisch-schattig' und bilden gemeinsam eine geschlossene, oekologisch wertvolle Krautschicht, die den Boden im Sommer vor dem Austrocknen schuetzt.
Der Wald-Sanikel (Sanicula europaea) gehoert zur Familie der Doldenbluetler (Apiaceae) und ist in den Laubwaeldern Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz weit verbreitet. Typisch ist sein Wuchs als ausdauernde, krautige Pflanze mit einem kurzen, walzenfoermigen Erdstamm (Rhizom). Er bevorzugt kalkhaltige, humusreiche Boeden im Halbschatten oder Schatten. Ein besonderes Merkmal sind die winzigen Klettfruechte, die mit kleinen Haken versehen sind und sich so im Fell von Tieren verfangen, um verbreitet zu werden.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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