Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga caesia
Auch bekannt als: Hechtblauer Steinbrech
18
Arten
interagieren
42
Interaktionen
dokumentiert
Auffaellig sind die winzigen, blaugrünen Blattrosetten, die dichte Polster bilden und an ihren Rändern oft kleine, weiße Kalkpünktchen zeigen. Wer den Blaugrünen Steinbrech (Saxifraga caesia) im Garten hat, holt sich einen spezialisierten Überlebenskünstler der Alpen nach Hause, der besonders durch seine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilzsymbiose zur Nährstoffaufnahme) auffällt. Da diese Art auf kargen Standorten gedeiht, fördert sie die biologische Vielfalt in Bereichen, in denen kaum andere Pflanzen überleben. Du solltest ihn unbedingt in eine Kalksteinspalte oder einen sehr mageren Steingarten setzen, um seine natürliche Schönheit zu bewahren.
Kalk-Spezialist mit Ausdauer: Ein blaugrüner Teppich, der fünf Monate lang blüht.
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Dieser Steinbrech lebt in einer engen Lebensgemeinschaft mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM), die das Wurzelsystem erweitern und den Austausch von Nährstoffen im Boden fördern. Durch diese Symbiose trägt die Pflanze zur Stabilisierung von Bodenmikroorganismen an kargen Standorten bei. Da er von Mai bis September blüht, bietet er über einen beachtlichen Zeitraum hinweg eine verlässliche Anlaufstelle für spezialisierte Insekten des alpinen Raums. In der freien Natur ist er als heimische Art fest in die regionalen Ökosysteme integriert und auf der Roten Liste als ungefährdet eingestuft. Er besetzt ökologische Nischen auf nacktem Fels, die für die meisten anderen Pflanzenarten unzugänglich sind.
Der Blaugrüne Steinbrech ist als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden, da sie Reizungen verursachen können. Er unterscheidet sich von giftigen Arten durch seine charakteristischen Kalkdrüsen an den Blatträndern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.04 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze maximale Lichtausbeute benötigt.
Boden: Das Substrat muss extrem durchlässig und kalkhaltig sein; ein magerer Boden ohne Humusanteil ist ideal.
Feuchtigkeit: Die Pflanze ist an Trockenheit angepasst und verträgt keine Staunässe, was dem Ellenberg-Wert für trockene Standorte entspricht.
Pflanzzeit: Setze den Steinbrech zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; vermeide jegliche Düngung, da er als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) empfindlich auf Überversorgung reagiert.
Vermehrung: Eine Teilung der Polster ist nach der Blüte möglich, sofern die Pflanze vital genug ist.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Nachbarin ist die Weiße Fetthenne (Sedum album). Beide teilen die Vorliebe für extrem trockene, sonnige Standorte und besiedeln gemeinsam ökologische Nischen in Steingärten.
Der Blaugrüne Steinbrech (Saxifraga caesia) gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Er ist in den Gebirgslagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt kalkreiche Felsspalten und Schuttfluren. Charakteristisch sind die krustigen, kalkausscheidenden Drüsen an den Blatträndern, die der Pflanze ihr silbrig-blaues Aussehen verleihen. Als Indigen (einheimische Art) ist er perfekt an das hiesige Gebirgsklima angepasst.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
13 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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