Bild folgtKI-generierte IllustrationSenecio viscosus
Auch bekannt als: Senecio viscosus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer das Klebrige Greiskraut (Senecio viscosus) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Es verrät sich durch seine klebrige, drüsige Behaarung und die blassgelben Blütenköpfe, deren äußere Zungenblüten oft auffällig nach hinten gerollt sind. Für deinen Naturgarten ist diese Pflanze ein echter Gewinn, da sie als spezialisierte Kinderstube für die Karden-Sonneneule und die Bilsenkraut-Blüteneule dient. Auch Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) nutzen sie als wichtige Nahrungsquelle. Mit diesem Korbblütler schaffst du wertvollen Lebensraum auf engstem Raum. Trau dich ruhig an diese oft unterschätzte Wildpflanze heran.
Kompakter Insektenmagnet: Das Klebrige Greiskraut nährt seltene Sonneneulen.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle für Scheckenfalter wie Melitaea phoebe, Melitaea varia und Melitaea ornata. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) besucht die Blüten regelmäßig. Von herausragender Bedeutung ist sie als Raupenfutterpflanze für die Karden-Sonneneule und die Bilsenkraut-Blüteneule. In den klebrigen Stängeln finden zudem die Streifenkreuzspinne und räuberische Käfer wie der Rotbeinige Feldlaufkäfer oder Harpalus affinis (Schrank, 1781) einen Jagdgrund. Die federleichten Samen dienen im Spätherbst als Nahrungsgrundlage, bevor sie durch Fernausbreitung neue Standorte besiedeln.
Das Klebrige Greiskraut wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Greiskräutern üblich, können Inhaltsstoffe enthalten sein, die bei Verzehr ungesund sind. Für einen reinen Zier- und Naturgarten ist es unbedenklich, sollte aber nicht in Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden, die Pflanzen in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.286 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort mit viel direktem Sonnenlicht (Ellenberg Licht 8), idealerweise vollsonnig.
Der Boden sollte ein Mittelzehrer-Niveau haben, also ein normaler Gartenboden ohne übermäßige Düngung sein.
Sorge für mäßige Feuchtigkeit (Ellenberg Feuchte 4), was einem frischen, aber gut durchlässigen Boden entspricht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Beachte bei der Planung die geringe Wuchshöhe von genau 0.29 m, damit sie nicht von größeren Nachbarn verdeckt wird.
Da die Samen mit nur 0.5136 mg sehr leicht sind, verbreitet sich die Art über Selbstaussaat durch den Wind.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze im Winter für Insekten stehen.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) passt hervorragend, da er ähnliche Lichtansprüche hat und das Nahrungsangebot für Insekten ergänzt.
Das Klebrige Greiskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Pionierstandorte (neu entstandene, offene Bodenflächen) und Schuttfluren auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch ist die Pflanze durch ihre drüsige Behaarung charakterisiert, die Staub und kleine Insekten festhalten kann. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.29 m zählt sie zu den eher niedrig bleibenden, krautigen Pflanzen unserer Flora.
1 Video zu Klebriges Greiskraut

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →