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Hepatica transsilvanica
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Kaum zu übersehen: Das Siebenbürger Leberblümchen (Hepatica transsilvanica) besticht durch seine auffällig großen, meist himmelblauen Schalenblüten und die charakteristisch gekerbten, wintergrünen Blätter. Da diese Art oft schon im Dezember mit der Blüte beginnt, stellt sie eine unverzichtbare Ressource in einer Zeit dar, in der kaum andere Pflanzen Pollen anbieten. Auch wenn sie als Neophyt (gebietsfremde Pflanzenart, die sich hier angesiedelt hat) eingestuft wird, bereichert sie unsere Gärten durch ihre extreme Frühblüte ökologisch enorm. Gerade in milden Wintern bietet sie den ersten erwachten Insekten eine lebenswichtige Stärkung. Du tust Deinem Schattengarten etwas Gutes, wenn Du diesem robusten Frühstarter ein ruhiges Plätzchen unter Bäumen schenkst.
Blütenwunder im Winter: Ein blauer Teppich für hungrige Frühaufsteher.
Nach aktuellen Beobachtungsdaten liegt der ökologische Wert dieser Art vor allem in ihrer ungewöhnlich frühen Blütezeit von Dezember bis Mai. Da das Siebenbürger Leberblümchen (Hepatica transsilvanica) oft schon blüht, wenn der Boden noch gefroren sein kann, besetzt es eine kritische zeitliche Nische für die allerersten aktiven Bestäuber. Die Pflanze nutzt eine AM-Mykorrhiza (eine spezielle Form der Pilz-Wurzel-Gemeinschaft), um im nährstoffarmen Winterboden zu bestehen. Mangels spezifischer Datenbankeinträge zu einzelnen Insektenarten lässt sich der Nutzen durch die reine Verfügbarkeit von Pollen und Nektar in der nahrungsarmen Zeit begründen. Jede offene Blüte im Winter kann das Überleben der ersten Wildbienenköniginnen oder Schwebfliegen sichern, die an milden Tagen aus der Winterstarre erwachen.
Bitte beachte, dass das Siebenbürger Leberblümchen (Hepatica transsilvanica) als nicht kindersicher eingestuft ist. Wie alle Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) enthält es Inhaltsstoffe, die bei Kontakt mit der Haut oder beim Verzehr zu Reizungen führen können. Im Familiengarten mit kleinen Kindern solltest Du daher einen Standort wählen, der nicht direkt am Spielbereich liegt.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Dez – Mai
Bioregion
Continental
Das Siebenbürger Leberblümchen (Hepatica transsilvanica) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) in der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales). Obwohl es ursprünglich aus den Karpaten stammt, wird es in Deutschland und Österreich als etablierter Neophyt geführt. In der Natur besiedelt es bevorzugt schattige Laubwälder auf kalkhaltigen Untergründen. Auffällig sind die im Vergleich zum heimischen Leberblümchen (Hepatica nobilis) deutlich größeren Blüten und die markanten, behaarten Laubblätter mit gekerbtem Rand. Es geht eine AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhiza – eine Symbiose mit Bodenpilzen) ein, die ihm hilft, Nährstoffe effizienter aus dem Waldboden zu lösen.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.