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Familie: Corixidae
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Wenn du an einem sonnigen Nachmittag an deinem Gartenteich sitzt und kleine, schwimmende Insekten beobachtest, die oft blitzschnell abtauchen, könnte *Sigara falleni* darunter sein. Diese Ruderwanze gehört zur Familie der Corixidae, den sogenannten Ruderwanzen. Ihr Körper ist etwa sechs bis acht Millimeter lang und oberseits bräunlich gemustert, was ihr eine gute Tarnung zwischen den Unterwasserpflanzen bietet. Auffällig sind ihre hinteren Beinpaare, die wie kleine Ruder geformt und dicht mit Härchen besetzt sind, um das Wasser effizient zurückzustoßen. Im Gegensatz zu anderen Wanzen stechen sie nicht, sondern ernähren sich von Algen und organischem Detritus, also feinen, zersetzten Pflanzenresten am Boden des Teichs.
Der Lebenszyklus von *Sigara falleni* ist eng an die Wassertemperaturen gebunden. Die erwachsenen Tiere überwintern meist am Grund des Teichs in tieferen Zonen, in denen das Wasser nicht gefriert. Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr beginnt die Paarungszeit, bei der die Männchen ihre bereits erwähnten Gesänge anstimmen. Die Weibchen legen ihre Eier an Wasserpflanzen ab. Über den Sommer hinweg durchlaufen die Larven mehrere Stadien, in denen sie ihre Form allmählich an das ausgewachsene Tier anpassen. Meist entwickeln sich im Laufe eines Jahres zwei Generationen, bevor die Individuen zum Ende des Herbstes hin wieder ihre Winterquartiere im Schlamm aufsuchen.
Es besteht keinerlei Grund zur Sorge im Umgang mit dieser Art. Ruderwanzen sind weder für den Menschen noch für Haustiere gefährlich. Sie sind wichtige Akteure in deinem ökologischen System, da sie durch ihre Fressaktivität zur Reinigung des Teichgrundes beitragen. Achte darauf, deinen Teich frei von chemischen Düngemitteln oder Pestiziden zu halten, da die Larven und erwachsenen Tiere sehr empfindlich auf Veränderungen der Wasserqualität reagieren. Ein strukturreicher Teich mit verschiedenen Unterwasserpflanzen bietet ihnen den notwendigen Schutz und Lebensraum.
Die Art *Sigara falleni* gehört zur Ordnung der Schnabelkerfen (Hemiptera). Der Begriff 'Schnabelkerfe' beschreibt den charakteristischen, röhrenförmigen Saugrüssel, der bei dieser Art jedoch eher dazu dient, den Zellinhalt von Algen aufzunehmen. Sie atmen, indem sie einen Luftvorrat in Form einer dünnen Schicht unter ihren Flügeldecken – den Vorderflügeln, die als Schutzschild dienen – mit unter Wasser nehmen. Diesen Vorrat erneuern sie regelmäßig an der Wasseroberfläche. Ein interessantes Detail ihrer Biologie ist die Stridulation: Die Männchen erzeugen Töne, indem sie ihre Vorderbeine an einer Kante am Kopf reiben, was man bei absoluter Stille am Teichrand als leises Zirpen wahrnehmen kann.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.