Bild folgtKI-generierte IllustrationSmyrnium perfoliatum subsp. perfoliatum
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Auffällig sind die leuchtend gelbgrünen Hochblätter, die den Stängel vollständig umschließen und so wirken, als würde dieser mitten durch das Blatt wachsen. Die Stängelumfassende Gelbdolde (Smyrnium perfoliatum subsp. perfoliatum) ist ein besonderer Blickfang für halbschattige Gartenbereiche, der Struktur und Farbe bringt. Da sie attraktiv für spezialisierte Insekten wie den Braunwurz-Blütenkäfer (Cionus scrophulariae) oder den Tabakfarbenen Schmalbock (Alosterna tabacicolor) ist, förderst du mit ihr die Artenvielfalt unter deinen Gehölzen. Wenn du einen nährstoffreichen Platz im lichten Schatten hast, wirst du an diesem pflegeleichten Neophyten (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) viel Freude haben. Schau genau hin, denn sie ist ein Magnet für Käferarten, die man sonst selten so nah beobachten kann.
Skulpturales Gelbgrün: Ein wichtiger Lebensraum für spezialisierte Blütenkäfer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gelbdolde eine wertvolle Ressource für spezialisierte Insektengruppen. Besonders Käfer profitieren von den offenen Doldenblüten, darunter der Braunwurz-Blütenkäfer (Cionus scrophulariae) und der Tabakfarbene Schmalbock (Alosterna tabacicolor). Durch das leichte Diasporengewicht (Samengewicht) von 3,9947 mg ist eine Fernausbreitung durch den Wind möglich, was die natürliche Besiedlung neuer Gartenbereiche unterstützt. Als Starkzehrer auf fetten Böden trägt sie zur Stoffwechseldynamik am Gehölzrand bei. Da sie auch im Halbschatten gedeiht, schließt sie ökologische Lücken an Standorten, die für viele andere Blühpflanzen zu dunkel sind.
Die Stängelumfassende Gelbdolde wird als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Familie der Doldenblütler ist beim Umgang Vorsicht geboten, da Verwechslungen mit giftigen Verwandten theoretisch möglich sind. Trage bei Pflegearbeiten Handschuhe, um Hautreizungen zu vermeiden. Im Falle eines Verzehrs kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.659 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtwert 5), idealerweise unter lichten Baumkronen.
Der Boden sollte trocken sein (Feuchtewert 3), Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Da die Pflanze ein Starkzehrer (Nährstoffwert 8) ist, benötigt sie einen sehr nährstoffreichen, fetten Boden.
Bevorzuge kalkhaltige oder basische Untergründe (Reaktionswert 7), da sie wärmeliebend ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Nutze die Selbstaussaat zur Vermehrung; die leichten Samen (3,9947 mg) verbreiten sich gut über den Wind.
Da die Pflanze nicht verholzt, zieht sie sich nach der Samenreife im Sommer komplett zurück.
Gute Partnerin: Die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) – sie besiedelt ähnliche kalkreiche Halbschattenstandorte und ergänzt mit ihrem zeitigen Austrieb das Gartenbild.
Die Stängelumfassende Gelbdolde gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Neophyt (neubürgerliche Pflanzenart) etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst warme, kalkhaltige Standorte, oft im Halbschatten (Lichtwert 5) von Gebüschen oder an Waldrändern. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,66 m bildet sie krautige, nicht verholzte Triebe aus. Besonders markant sind die breiten Blätter mit einer Fläche von 6991,5 mm², die den Stängel direkt umschließen (perfoliat), was sie von anderen Doldengewächsen deutlich unterscheidet.
2 Videos zu Stängelumfassende Gelbdolde


2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →