Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum lycopersicum
Auch bekannt als: Pomidore, Peruanischer Apfel, Cocktailtomate, Datteltomate, Goldapfel, Liebesapfel, Wolfspfirsich, Cherrytomate, Tomate, Cherrytomaten, Paradeiser, Cherry-Tomate, Kirschtomate, Fleischtomate
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Tomate sofort an ihrem unverwechselbaren, würzigen Duft und den weich behaarten, tief eingeschnittenen Blättern. Als krautige Pflanze erreicht sie in deinem Garten eine Höhe von genau 1,65 m und bildet von Juli bis Oktober ihre gelben Blüten aus. In deinem Naturgarten ist sie weit mehr als nur ein Gemüselieferant; sie dient als wichtige Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter wie die Gemüseeule (Lacanobia oleracea). So verbindest du den eigenen Ernteerfolg direkt mit dem Artenschutz für gebietsfremd Fluginsekten. Mit der richtigen Pflege schaffst du ein kleines Biotop direkt vor deiner Küchentür.
Würziger Duft und wichtige Kinderstube für die seltene Gemüseeule.
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Während ihrer Blütezeit von Juli bis Oktober bietet die Tomate Nahrung für verschiedene Bestäuber, wobei besonders Hummeln (Bombus) durch Vibrationsbestäubung den Pollen effizient nutzen. Von herausragender Bedeutung ist sie jedoch als Raupenfutterpflanze nach aktuellen Daten der Schmetterlingsforschung. Konkret profitieren die Gemüseeule (Lacanobia oleracea), die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule (Helicoverpa zea) von dem Kraut als wertvolle Nahrungsgrundlage. Auch wenn sie eine Nutzpflanze ist, gliedert sie sich so wertvoll in das heimische Ökosystem ein und unterstützt die Artenvielfalt der Nachtfalter in unseren Gärten.
Bitte beachte, dass die Pflanze in ihren grünen Teilen sowie in den unreifen Früchten durch Alkaloide wie Solanin giftig ist. Eine Vergiftung kann durch Einnahme erfolgen; lediglich die vollreifen Früchte sind genießbar. Bei versehentlichem Verzehr grüner Pflanzenteile kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
1.652 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Der Boden sollte tiefgründig, locker und reich an Humus (zersetzter organischer Substanz) sein.
Pflanze die Tomaten erst ab Mitte Mai nach den letzten Frösten ins Freiland.
Da die Pflanze exakt 1,65 m hoch wird, benötigt sie einen stabilen Pflanzstab oder eine Rankhilfe.
Halte beim Pflanzen einen Abstand von 60 bis 80 cm ein, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
Gieße die Pflanze regelmäßig nur an der Basis, um das Laub trocken zu halten und Pilzkrankheiten zu vermeiden.
Entferne überschüssige Seitentriebe in den Blattachseln (Ausgeizen), um die Fruchtbildung zu fördern.
Gute Partnerin: Die Ringelblume (Calendula officinalis) passt wunderbar dazu, da sie Schädlinge fernhält und die Bodengesundheit durch Wurzelausscheidungen verbessert.
Die Tomate (Solanum lycopersicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) innerhalb der Ordnung der Nachtschattenartigen. Ursprünglich aus den warmen Regionen Südamerikas stammend, wird sie in Mitteleuropa meist als einjährige, nicht verholzende Kulturpflanze gehalten. Typisch für diese breitblättrige Art ist die beachtliche Blattfläche von 225,0 mm² pro Blatt. Sie bevorzugt sonnige Standorte, die an ihre wilden Verwandten in xerothermen Gebieten (trockene, warme Standorte) erinnern.
1 Video zu Tomate

2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →