Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum tuberosum
Auch bekannt als: Kartoffel, Potacke, Erdknolle, Potaten, Erdapfel, Grundbirne, Erdbirne
7
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
An den tief gefiederten Blättern und den sternförmigen Blüten in Weiß oder Violett erkennst du die Kartoffel sofort. In deinem Garten ist sie viel mehr als nur eine Nutzpflanze, denn sie dient als wertvolle Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter. Besonders die Raupen des beeindruckenden Totenkopfschwärmers (Acherontia atropos) und der Schwarzstrich-Kräutereule fressen an ihrem Kraut. Mit ihrem Anbau förderst du aktiv die Artenvielfalt, während du gleichzeitig deine eigene Ernte vorbereitest. Hast du schon einmal beobachtet, wie Hummeln den Pollen aus den markanten gelben Staubbeuteln schütteln?
Kinderstube für den Totenkopfschwärmer und Kraftpaket für deine Selbstversorgung.
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Die Kartoffel bietet einen unterschätzten Mehrwert für unsere heimische Fauna. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren vor allem Nachtfalter von der Pflanze; sie dient als unverzichtbare Raupenfutterpflanze für die Schwarzstrich-Kräutereule, die Markstamm-Eule (Hydraecia micacea) und die Achteule. Besonders spektakulär ist die Förderung des Totenkopfschwärmers (Acherontia atropos), dessen riesige Raupen gezielt an den Blättern fressen. Da die Blütezeit bis in den Oktober reicht, finden spät fliegende Insekten hier eine wichtige Struktur im Garten. Die großen Blätter bieten zudem am Boden lebenden Nützlingen wie Laufkäfern einen schattigen Rückzugsort.
Die Pflanze ist giftig durch Alkaloide wie Solanin und Solasodin. Besonders das Kraut und die unreifen Beeren dürfen keinesfalls verzehrt werden, da eine Vergiftung durch Einnahme droht. Achte darauf, nur die reifen, unterirdischen Knollen ohne grüne Stellen zu verwenden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.652 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit April: Setze die Knollen jetzt in die Erde, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre typische Wuchshöhe von 0,65 m erreicht.
Boden: Der Untergrund sollte locker und nährstoffreich sein; arbeite am besten etwas reifen Kompost ein.
Pflanzabstand: Halte etwa 35 cm Abstand zwischen den Pflanzen, um eine gute Belüftung der Blätter zu gewährleisten.
Anhäufeln: Ziehe regelmäßig Erde um die Triebe, um die Bildung neuer Knollen im Dunkeln zu fördern.
Wasserbedarf: Halte den Boden gleichmäßig feucht, vermeiden aber Staunässe, um Fäulnis vorzubeugen.
Blütezeit: Erfreue dich von Juli bis Oktober an den Blüten, schneide sie für eine maximale Ernte jedoch nicht ab.
Gute Partnerin: Die Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine ideale Nachbarin, da sie Nützlinge anlockt, die den ökologischen Pflanzenschutz unterstützen.
Die Kartoffel (Solanum tuberosum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Ursprünglich in den Anden beheimatet, ist sie in Mitteleuropa eine weit verbreitete Kulturpflanze, die als krautige Pflanze wächst und nicht verholzt. Ein markantes Merkmal ist ihre Blattfläche von 13.128 Quadratmillimetern, die eine effiziente Photosynthese ermöglicht. Sie bildet unterirdische Ausläufer, an deren Enden die stärkereichen Knollen reifen. Die Vermehrung erfolgt meist vegetativ über diese Knollen, wobei ihre leichten Samen (0,7 mg) theoretisch auch über weite Strecken durch den Wind verbreitet werden könnten.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →