Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum tuberosum
Auch bekannt als: Kartoffel, Potacke, Erdknolle, Potaten, Erdapfel, Grundbirne, Erdbirne
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Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Kartoffel (Solanum tuberosum) an ihren großen, gefiederten Blättern und den meist weißen bis violetten Blüten mit den charakteristischen, leuchtend gelben Staubbeutelsäulen in der Mitte. In deinem Naturgarten ist sie weit mehr als eine reine Nutzpflanze, denn sie dient als spezialisierte Kinderstube für seltene Insekten. Besonders die imposante Raupe des Totenkopfschwärmers (Acherontia atropos) ist auf diese Nachtschattengewächse angewiesen. Auch die Achteule findet hier eine wichtige Nahrungsgrundlage. Wenn du beim Anbau auf chemischen Pflanzenschutz verzichtest, leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden Nachtfalterarten. Schau doch im Sommer mal genauer unter die Blätter, ob du dort hungrige Gäste entdeckst.
Unverzichtbare Kinderstube für den seltenen Totenkopfschwärmer und Nachtfalter.
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Die ökologische Bedeutung der Kartoffel wird oft unterschätzt, dabei ist sie eine wertvolle Raupenfutterpflanze für mehrere Nachtfalterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem der beeindruckende Totenkopfschwärmer (Acherontia atropos) und die Achteule von den Beständen. Auch die Schwarzstrich-Kräutereule und die Markeule (Hydraecia micacea) nutzen die Pflanze zur Aufzucht ihres Nachwuchses. Während die Blütezeit im Juni nur ein kurzes Zeitfenster für Blütenbesucher bietet, ist der Wert als Blattfutterquelle für die Biodiversität (Vielfalt des Lebens) erheblich. Vögel finden in den ökologisch bewirtschafteten Flächen zudem ein reiches Angebot an Insektenlarven.
Solanum tuberosum (Bittersuesser Nachtschatten) gilt als giftig. Giftige Teile: Unreife Beeren, Kraut. Wirkstoff: Alkaloide (Solanin, Solasodin). Bei Verdacht auf Vergiftung: Giftnotruf: 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.65 m
Wähle einen vollsonnigen Standort für eine kräftige Entwicklung.
Der Boden sollte locker, tiefgründig und gut mit Nährstoffen versorgt sein.
Ein Ellenberg-Lichtwert von 7 bis 8 bedeutet, dass die Pflanze sehr hell stehen muss und keine Beschattung verträgt.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai, sobald keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind.
Setze die Knollen etwa 10 cm tief in die Erde und halte einen Pflanzabstand von 30 bis 40 cm ein.
Regelmäßiges Anhäufeln (Erde um den Stängel aufschichten) schützt die Knollen vor Licht und fördert das Wachstum.
Achte auf gleichmäßige Feuchtigkeit, vermeide aber Staunässe (Wasserstau im Boden), um Fäulnis zu verhindern.
Eine Vermehrung erfolgt am einfachsten durch das Einlegen von Pflanzkartoffeln im Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) - sie ist eine heimische Wildpflanze, die die Bodengesundheit fördert und ähnliche Nährstoffansprüche hat.
Die Kartoffel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und stammt ursprünglich aus Südamerika, ist aber in Österreich und weiten Teilen Mitteleuropas als Kulturpflanze fest etabliert. Es handelt sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die unterirdische Sprossausläufer bildet, deren Enden zu stärkereichen Knollen anschwellen. Die wechselständigen Blätter sind unterbrochen gefiedert, was bedeutet, dass sich große und kleine Teilblätter abwechseln. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz findet man sie fast ausschließlich in Gärten und auf Äckern, selten verwildert sie kurzzeitig auf Schuttplätzen.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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