Bild folgtKI-generierte IllustrationSpermophilus suslicus
Auch bekannt als: Perlziesel, Souslik Tacheté
Das Perlziesel (Spermophilus suslicus) ist ein kleines, bodenlebendes Säugetier mit einer kompakten Körperform und einem meist hell getupften Fell, das durch sein aufrechtes Sichern (aufmerksames Beobachten der Umgebung auf den Hinterbeinen) auffällt. In deinem Garten bevorzugt dieser tagaktive (während des hellen Tages aktive) Bewohner offene Flächen mit niedriger Vegetation, die ihm eine gute Rundumsicht ermöglichen. Als Pflanzenfresser (Tiere, die sich primär von pflanzlicher Kost ernähren) sucht es am Boden nach Nahrung, wobei es gelegentlich auch Insekten verzehrt. Den Winter übersteht das Tier im Winterschlaf (ein lang anhaltender Ruhezustand mit abgesenkter Körpertemperatur) in einem tiefen Erdbau. Du kannst den Erhalt dieser Art unterstützen, indem du sonnige Gartenbereiche nicht zu dicht bepflanzt und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest. Da es seine Gänge im Erdreich anlegt, sind ungestörte Bodenstellen für das Überleben dieses seltenen Nagers entscheidend. Ein toleranter Umgang mit seinen Grabetätigkeiten hilft, diesen besonderen Gast in der Landschaft zu bewahren.
Dieses Tier ist gesetzlich streng geschützt und darf weder gefangen noch in seiner Lebensweise gestört werden. Eine Umsiedlung auf eigene Faust ist untersagt. Bei Bedrängnis kann das Tier zur Verteidigung beißen, weshalb du es am besten nur aus der Ferne beobachtest.
Taxonomisch gehört das Perlziesel zur Familie der Hörnchen (Sciuridae) und ist ein typischer Vertreter der Erdhörnchen. Seine Verbreitung erstreckt sich vor allem über Osteuropa, wobei es in Mitteleuropa nur sehr punktuell und selten vorkommt. Es lebt gesellig in Kolonien und ist für seine komplexen unterirdischen Bausysteme bekannt. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 18 bis 25 Zentimetern ist es ein zierlicher Bewohner offener Landschaften. Die Art ist aufgrund von Lebensraumverlusten in vielen Regionen stark gefährdet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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