Bild folgtKI-generierte IllustrationStreptopus amplexifolius
Auch bekannt als: Stengelumfassender Knotenfuß
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Wer den Stängelumfassenden Knotenfuß (Streptopus amplexifolius) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze besticht durch ihren markanten Zickzack-Wuchs und die herzförmigen Blätter, die den Stängel direkt umschließen. Mit einer Höhe von genau 0.58 m ist sie eine charakteristische Erscheinung für schattige Gartenbereiche. Da sie in unseren Breiten indigen (einheimisch) ist, passt sie perfekt in einen naturnahen Garten, der den Charme kühler Bergwälder widerspiegeln soll. Nach aktuellen Daten profitieren zwar vor allem größere Wildtiere wie der Braunbär (Ursus arctos) von ihren Früchten, doch auch für die kleinsten Bewohner bietet das dichte Blattwerk wertvollen Schutz. Wenn du einen feuchten, schattigen Platz hast, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Zickzack-Wuchs auf 0.58 m: Der geheimnisvolle Waldgeist für deinen Schattengarten.
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Der ökologische Wert des Stängelumfassenden Knotenfußes zeigt sich besonders in seiner Rolle als Nahrungslieferant in Bergwald-Ökosystemen. Nach aktuellen Bestäubungs- und Fraßdaten ist bekannt, dass seine Beeren eine Nahrungsquelle für den Braunbären (Ursus arctos) darstellen. Im Garten trägt die Pflanze zur Biodiversität bei, indem sie mit ihren leichten Samen (Diasporengewicht 2.04 mg) zur natürlichen Wiederbesiedlung beiträgt. Die Blütezeit im Juni und Juli schließt eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot schattiger Standorte. Auch wenn spezifische Insektendaten in der Basis fehlen, bietet die dichte Blattstruktur von fast 3000 mm² pro Blatt wertvollen Lebensraum für Kleinstlebewesen. Sie fördert ein gesundes Mikroklima in feuchten Gartenarealen.
Bitte beachte, dass der Stängelumfassende Knotenfuß ausdrücklich als nicht kindersicher eingestuft wird. Als Mitglied der Liliengewächse enthält die Pflanze Inhaltsstoffe, die bei Verzehr problematisch sein können. Sollten Kinder oder Haustiere Teile der Pflanze verschluckt haben, wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtwert 5), idealerweise unter lichten Gehölzen.
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer (Reaktion 6) und stets frisch (mäßig feucht) sein.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen, humosen Gartenboden ohne Überdüngung.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei offenem Boden.
Halte bei der Pflanzung ausreichend Abstand, damit sich die Wuchshöhe von 0.58 m gut entfalten kann.
Da die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit 2.04 mg sehr leicht sind, ist eine Fernausbreitung durch Wind möglich; lasse die Samenstände daher gerne stehen.
Eine Rückschneidung ist erst im Spätwinter nötig, damit das Laub im Winter den Boden schützt.
Gute Partnerin: Die Quirlblättrige Weißwurz (Polygonatum verticillatum) – sie hat identische Standortansprüche und ergänzt das Waldcharakter-Bild perfekt.
Der Stängelumfassende Knotenfuß gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind frische (mäßig feuchte) Wälder, in denen er als ausdauernde, nicht verholzte krautige Pflanze wächst. Morphologisch auffällig ist die Blattfläche von 2957.04 mm², wobei die breitblättrigen Blätter wechselständig angeordnet sind. Er wird als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft und gilt laut Roter Liste derzeit als nicht gefährdet. Die Art bevorzugt Standorte im Halbschatten bei neutralen bis schwach sauren Bodenreaktionen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →