Bild folgtKI-generierte IllustrationStuckenia pectinata
Auch bekannt als: Kamm-Laichkraut
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den kammartig angeordneten Blattbüscheln und dem flutenden Wuchs lässt sich das Kamm-Laichkraut (Stuckenia pectinata) sofort erkennen. Im Gartenteich ist diese heimische Wasserpflanze ein wichtiger Sauerstoffproduzent und klärt durch ihren Hunger auf Nährstoffe das Wasser. Besonders Wasservögel wie die Reiherente (Aythya fuligula) oder der Pfeifschwan (Cygnus columbianus) schätzen die Pflanze als energiereiche Nahrungsquelle. Wenn du einen größeren Teich besitzt und ein stabiles ökologisches Gleichgewicht fördern möchtest, triffst du mit dieser Art genau die richtige Wahl. Sie ist robust und bietet unter Wasser wertvollen Schutzraum für die Tierwelt.
Heimischer Wasserreiniger und Kraftfutter für Reiherente und Pfeifschwan.
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist das Kamm-Laichkraut eine herausragende Futterpflanze für die heimische Vogelwelt. Die stärkereichen Pflanzenteile und Samen werden gezielt von der Reiherente (Aythya fuligula) und dem Pfeifschwan (Cygnus columbianus) aufgesucht. Auch die Kanadabergente (Aythya affinis) und seltener die Fahlente (Aythya erythrophthalma) profitieren von den Beständen. Die schweren Samen, die ein Gewicht von etwa 5,7 mg aufweisen, sinken zu Boden und dienen dort als Nahrung für gründelnde Arten. Da die Pflanze dicht unter der Oberfläche wächst, bietet sie zudem einen geschützten Raum für die Entwicklung von Wasserinsekten und deren Larven.
Das Kamm-Laichkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Zwar sind keine spezifischen Giftstoffe für den Menschen bekannt, doch sollte man beim Umgang mit Wasserpflanzen in tiefen Zonen (bis 0,95 m) vorsichtig sein, besonders wenn Kinder am Teich spielen. Bei versehentlichem Verzehr oder Unwohlsein kann der Giftnotruf 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.949 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle für das Kamm-Laichkraut einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), damit das Wasser nicht zu stark aufheizt.
Da es ein Starkzehrer (nährstoffbedürftig) ist, gedeiht es am besten in einem fetten, schlammigen Boden am Teichgrund.
Die Wassertiefe sollte ausreichend sein, um die Wuchshöhe von 0,95 m aufzunehmen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai, damit die Pflanze vor dem Winter gut anwachsen kann.
Achte auf eine kalkhaltige (basische) Wasserqualität (Ellenberg Reaktion 7), da die Art in sauren Gewässern kümmert.
Da die Ausbreitung über schwere Diasporen (Samen/Früchte) erfolgt, bleibt die Pflanze meist standorttreu und wandert nicht unkontrolliert durch den ganzen Teich.
Ein Rückschnitt ist im Herbst meist nicht nötig, da die oberirdischen Teile von selbst absterben und im Schlamm überdauern.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) am Teichrand – sie teilt die Vorliebe für nährstoffreiche Standorte und ergänzt die Unterwasserflora optisch.
Das Kamm-Laichkraut gehört zur Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind nährstoffreiche, oft kalkhaltige (basische) Stillgewässer oder langsam fließende Flüsse. Als krautige Wasserpflanze wurzelt sie fest im Grund und treibt ihre bis zu 0,95 m langen Sprosse Richtung Oberfläche. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihren verzweigten Wuchs aus, wobei die Blätter oft büschelig wie ein Kamm angeordnet sind. Trotz ihres Namens wirkt sie im Wasser filigran, ist aber ein kräftiger Starkzehrer (nährstoffhungrige Pflanze).
19 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →