Noch kein Foto dieser Art verfügbar
Familie: Sciomyzidae
Die redaktionellen Texte dieses Profils wurden mithilfe von KI auf Grundlage der unten genannten wissenschaftlichen Daten und Quellen erstellt.
Wenn du im Garten an feuchten Stellen, etwa in der Nähe eines Teiches oder im schattigen Staudenbeet, eine Fliege entdeckst, die ihre Flügel flach auf dem Rücken trägt und eine bräunliche Musterung aufweist, begegnest du womöglich der Tetanocera silvatica. Diese Art aus der Familie der Hornfliegen, wissenschaftlich Sciomyzidae genannt, ist ein stiller Begleiter. Die Larven dieser Fliegen sind auf die Entwicklung in feuchter Umgebung angewiesen und spielen eine besondere Rolle im ökologischen Gleichgewicht, da sie sich spezialisiert von Wasserschnecken ernähren. Das macht sie zu natürlichen Gegenspielern dieser Weichtiere, ohne dass du in irgendeiner Form eingreifen müsstest.
Die Entwicklung vollzieht sich in mehreren Stadien. Die erwachsenen Fliegen sind in den warmen Monaten von Mai bis in den frühen Herbst hinein aktiv. Die Eiablage erfolgt gezielt in feuchter Umgebung, wo die Larven direkten Zugang zu ihren Beutetieren, den Schnecken, haben. Die Überwinterung findet zumeist im Puppenstadium statt, das gut geschützt im Boden oder in der bodennahen Vegetation überdauert, bevor der Zyklus im nächsten Frühjahr erneut beginnt.
Die Tetanocera silvatica ist völlig harmlos und für den Menschen weder lästig noch gefährlich. Ein Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und Schneckenkorn ist essenziell, um die Larven dieser Fliege nicht zu gefährden. Da Schneckenkorn oft auch nützliche Gegenspieler wie diese Fliegen schädigt, unterstützt du durch eine naturnahe Gartenbewirtschaftung direkt die biologische Regulation von Schneckenpopulationen.
Die Tetanocera silvatica gehört zur Ordnung der Diptera (Zweiflügler). Die Familie der Sciomyzidae wird treffend als Schneckenfliegen bezeichnet. Charakteristisch für diese Gruppe ist ihre enge ökologische Bindung an feuchte Biotope. Als Imagines, also die voll entwickelten, geschlechtsreifen Insekten, ernähren sie sich überwiegend von Nektar und Pflanzensäften, während die Larven eine malacophage (schneckenfressende) Lebensweise pflegen. Sie sind damit ein faszinierendes Beispiel für eine hochspezialisierte räuberische Lebensweise innerhalb der Insektenwelt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.