Bild folgtKI-generierte IllustrationTeucrium montanum subsp. montanum
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Berg-Gamander einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze bildet flache, polsterartige Teppiche aus verholzten Trieben mit cremeweißen bis zartgelben Blütenköpfen. Für deinen Naturgarten ist dieser niedrige Strauch ein echter Gewinn, da er auch an extrem trockenen Stellen gedeiht und spezialisierten Insekten Nahrung bietet. Besonders die Veränderliche Hummel (Bombus humilis) und die Steinhummel (Bombus lapidarius) besuchen die Blüten regelmäßig. Da die Art bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit der Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen Stein- oder Magerrasen hast, ist er die ideale Besetzung für dich.
Nur 9 Zentimeter hoch und ein wertvoller Rückzugsort für bedrohte Hummelarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Berg-Gamander eine wertvolle Tankstelle für verschiedene Wildbienen und Hummeln. Besonders häufig lassen sich die Steinhummel (Bombus lapidarius) und die Erdhummel (Bombus terrestris) an den Blüten beobachten. Auch die Wiesenhummel (Bombus pratorum) und die Honigbiene (Apis mellifera) nutzen das Angebot in den Sommermonaten. Da die Samen mit nur 0,5876 mg extrem leicht sind, erfolgt die Ausbreitung über den Wind oder durch Fernausbreitung, was der Besiedlung neuer Lebensräume dient. Für spezialisierte Bestäuber in trocken-warmen Lagen ist dieser Zwergstrauch eine unverzichtbare Komponente im Ökosystem.
Der Berg-Gamander ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren vorsichtshalber auf eine Pflanzung in direkten Spielbereichen verzichten. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.092 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, die Pflanze benötigt maximale Lichtausbeute (Lichtwert 9).
Boden: Der Untergrund muss mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer). Eine Düngung ist nicht erforderlich.
Feuchtigkeit: Halte den Boden trocken; der Berg-Gamander verträgt Trockenheit hervorragend und ist an wasserarme Standorte angepasst.
Kalkgehalt: Achte auf einen basischen, kalkhaltigen Boden. Bei Bedarf kannst du mit Kalksplitt nachhelfen.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Mit exakt 0,09 m bleibt er sehr flach und eignet sich perfekt als Bodendecker.
Pflege: Ein Rückschnitt ist kaum nötig, da er sehr langsam und kompakt wächst.
Gute Partnerin: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) – er teilt die Vorliebe für trockene Kalkstandorte und ergänzt das Nahrungsangebot für Hummeln ideal.
Der Berg-Gamander (Teucrium montanum subsp. montanum) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist in Mitteleuropa indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkreiche Felsfluren. Als verholzter Zwergstrauch bleibt er mit einer Wuchshöhe von 0,09 m extrem bodennah. Die schmalen, ledrigen Blätter sind am Rand leicht umgerollt, was ihn vor Verdunstung schützt. Er lebt in einer Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) vom Typ AM, was seine Nährstoffaufnahme an kargen Standorten verbessert.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →