
Thalictrum lucidum
Auch bekannt als: Glänzende Wiesenraute
5
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
An ihren glänzenden, tiefgrünen Fiederblättern und den duftigen, gelblich-weißen Blütenwolken lässt sich die Glanz-Wiesenraute (Thalictrum lucidum) sofort erkennen. Für deinen Naturgarten ist diese heimische Staude ein echter Gewinn, da sie auf der Roten Liste mit Stufe 3 als gefährdet geführt wird. Besonders Käferfreunde kommen auf ihre Kosten, denn die Pflanze lockt gezielt Arten wie den Goldglänzenden Rosenkäfer (Cetonia aurata) an. Mit ihrem aufrechten Wuchs bringt sie Struktur in feuchtere Gartenbereiche, ohne zu wuchern. Wenn du einen eher nassen Boden hast, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Ein gefährdeter Naturschatz: 0,76 Meter Eleganz für Rosenkäfer und Feuchtbeete.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Glanz-Wiesenraute eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Käferarten. Besonders auffällig sind der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) und der Kupfer-Rosenkäfer (Protaetia metallica), die auf den offenen Blüten Pollen fressen. Auch der Rote Weichkäfer (Rhagonycha fulva) und verschiedene Punktkäfer nutzen das Angebot im Hochsommer intensiv. Da die Pflanze in der freien Natur durch die Entwässerung von Mooren und Wiesen selten geworden ist, bietest du diesen Insekten in deinem Garten eine überlebenswichtige Ersatz-Heimat. Die leichten Samen dienen zudem als potenzielle Nahrung für Kleintiere, während sie vom Wind verbreitet werden.
Die Glanz-Wiesenraute ist als Hahnenfußgewächs nicht kindersicher und gilt als giftig. Achte darauf, dass keine Pflanzenteile von Kindern oder Haustieren verzehrt werden. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.761 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz in der Sonne bis zum Halbschatten (Ellenberg Lichtwert 7).
Bodenfeuchte: Der Boden sollte stets feucht bis nass sein (Feuchtewert 8), da die Pflanze keine Trockenheit verträgt.
Bodenbeschaffenheit: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden (Reaktionswert 7) ist ideal für die Nährstoffaufnahme.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (normaler Gartenboden) benötigt sie keine übermäßigen Düngergaben.
Wuchshöhe: Plane genau 0.76 m Platz nach oben ein.
Pflanzzeit: Setze die Staude am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Die trockenen Stängel im Winter stehen lassen, um kleinen Tieren Unterschlupf zu bieten.
Pflanzpartner: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen feuchten Bodenansprüche teilt und die Blütenfarben harmonieren.
Die Glanz-Wiesenraute gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Feuchtwiesen und Uferbereiche, weshalb sie als Indigen (ursprünglich einheimisch) gilt. Botanisch zeichnet sie sich als ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzend) aus, die durch ihre breitblättrige Blattform auffällt. Mit einer feststehenden Wuchshöhe von 0,76 m besetzt sie die mittlere Etage im Beet und verbreitet ihre sehr leichten Samen über den Wind.
3 Videos zu Glanz-Wiesenraute



1 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_284706752
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