Bild folgtKI-generierte IllustrationThyreus orbatus
Auch bekannt als: Schwarzgesichtige Fleckenbiene
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Die Fleckenbiene (Thyreus orbatus (Lepeletier, 1841)) faellt durch ihre markanten weissen Haarflecken auf dem tiefschwarzen Koerper und ihre gedrungene Gestalt sofort in Deinem Garten auf. Diese Wildbiene baut keine eigenen Nester, sondern lebt als Kuckucksbiene (Brutparasit, der Eier in fremde Nester legt) und nutzt andere Bienenarten als Wirte. Da sie keinen Pollen fuer die Aufzucht ihres Nachwuchses sammeln muss, besitzt sie keine spezialisierten Transporteinrichtungen an den Beinen. Du kannst sie ausschliesslich im Juli beobachten, wenn sie mit schnellem Flug durch die Vegetation steuert. Um ihren eigenen Energiebedarf zu decken, besucht sie gezielt Blueten wie die Gewoehnliche Schwarznessel oder den Echten Dost (Origanum vulgare). Da sie lediglich Nektar fuer sich selbst benoetigt, zeigt sie keine enge Bindung an spezifische Pollenquellen. In Deinem Garten kannst Du sie unterstuetzen, indem Du durch offene Bodenstellen und Totholz die Lebensraeume ihrer Wirtsbienen schuetzt. Ein naturnah gestalteter Garten mit den genannten Wildkraeutern bietet ihr die noetige Lebensgrundlage waehrend ihrer kurzen Flugzeit.
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Die Fleckenbiene ist ein friedfertiger Gartenbewohner und sticht nur bei direkter Lebensgefahr zu, wobei der Stich fuer Menschen harmlos ist. Wie alle heimischen Wildbienen geniesst sie allgemeinen Artenschutz. Aufgrund ihrer auffaelligen Fleckzeichnung ist eine Verwechslung mit der Honigbiene oder gewoehnlichen Wespen nahezu ausgeschlossen.
Die Fleckenbiene wird taxonomisch in die Familie der Apidae (Echte Bienen) innerhalb der Ordnung der Hymenoptera (Hautfluegler) eingeordnet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich ueber Deutschland, Oesterreich, die Schweiz und Belgien, wobei sie waermebevorzugte Lebensraeume besiedelt. Als cleptoparasitische (eierstehlende) Art ist sie in ihrer Existenz direkt an das Vorkommen geeigneter Wirtsbienen gebunden. Von nahen Verwandten laesst sie sich durch die spezifische Anordnung der weissen Filzflecken auf den Hinterleibssegmenten unterscheiden.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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