Bild folgtKI-generierte IllustrationBallota nigra subsp. nigra
38
Arten
interagieren
53
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Gewöhnliche Schwarznessel (Ballota nigra subsp. nigra) an ihren quirligen, rosapurpurnen Blütenständen und dem markanten, etwas herben Geruch ihrer runzeligen Blätter. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als wertvolle Tankstelle für spezialisierte Insekten. Besonders die Feldhummel (Bombus pascuorum) und die Westliche Kuckuckshummel (Bombus vestalis) schätzen das Nektarangebot in den Lippenblüten sehr. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch an nährstoffreichen Ecken prächtig gedeiht, liegst du mit ihr genau richtig. Schau doch mal, ob du noch ein sonniges Plätzchen für sie findest.
Robuste Hummel-Tankstelle für sonnige Plätze und nährstoffreiche Böden.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Schwarznessel eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Hummelarten. Besonders die Feldhummel (Bombus pascuorum) und die Westliche Kuckuckshummel (Bombus vestalis) lassen sich regelmäßig an den Blüten beobachten. Kuckuckshummeln sind darauf angewiesen, dass ihre Wirtshummeln gute Bedingungen vorfinden, weshalb die Schwarznessel indirekt die Stabilität der Hummelpopulationen unterstützt. Da sie ein Starkzehrer ist, setzt sie die Nährstoffe deines Bodens effizient in Nektar um. Im Winter dienen die vertrockneten Stängel als wertvoller Rückzugsort für kleine Gartenbewohner.
Die Gewöhnliche Schwarznessel ist laut Datenbasis nicht als kindersicher eingestuft, weshalb du bei kleinen Kindern im Garten achtsam sein solltest. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht aufgrund der markanten Lippenblüten und des speziellen Geruchs kaum. Sie ist jedoch kein Küchenkraut und sollte nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Die Schwarznessel bevorzugt vollsonnige Standorte in deinem Garten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und vor allem sehr nährstoffreich sein, da sie eine klassische Starkzehrerin (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist.
Du kannst sie idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November pflanzen, solange der Boden offen ist.
Eine Gabe Kompost beim Einpflanzen unterstützt ihr Wachstum auf fetten Böden optimal.
Sie geht eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilze) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht notwendig; lass die Stängel lieber für überwinternde Insekten stehen.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Aussaat oder Teilung im Frühjahr.
Achte darauf, dass sie ausreichend Platz hat, da sie recht kräftig und buschig wächst.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche, sonnige Plätze und ergänzen sich ökologisch hervorragend.
Die Gewöhnliche Schwarznessel gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie ist in Deutschland, Belgien und der Schweiz heimisch und wird oft als Archäophyt eingestuft, also als Pflanze, die bereits vor langer Zeit durch menschlichen Einfluss zu uns kam. Man findet sie meist an sonnigen Wegrändern oder in Siedlungsnähe auf stickstoffreichen Böden. Typisch ist ihr aufrechter, vierkantiger Stängel und die behaarten, eiförmigen Blätter, die beim Trocknen auffallend nachdunkeln, was ihr den deutschen Namen einbrachte.
36 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →