Bild folgtKI-generierte IllustrationTriglochin palustris
Auch bekannt als: troscart des marais
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren binsenartigen, fast runden Blättern und den schlichten, grünlich-gelben Blütenähren lässt sich der Sumpf-Dreizack (Triglochin palustris) sofort erkennen. Im Garten ist er ein hochspezialisierter Bewohner für die Sumpfzone am Teich, der mit seinen feinen Strukturen Ruhe in die Pflanzung bringt. Da die Art laut Roter Liste in Deutschland als gefährdet (Stufe 3) eingestuft wird, leistest du mit ihrer Pflege einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Besonders Wasservögel wie die Blässgans (Anser albifrons) oder die seltene Zwergblässgans (Anser erythropus) nutzen die Bestände als Nahrungsquelle. Wenn du einen dauerhaft nassen, nährstoffarmen Platz im Garten hast, ist dieser Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dich.
Gefährdeter Spezialist: Hol dir das seltene Sumpfjuwel in deinen Garten.
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Der Sumpf-Dreizack ist ökologisch eng mit der heimischen Vogelwelt verknüpft. Nach aktuellen Daten profitieren vor allem wandernde Wasservögel von dieser Pflanze: Die Kanada-Gans (Branta canadensis) und die Blässgans (Anser albifrons) suchen die Bestände aktiv auf. Auch für die bedrohte Zwergblässgans (Anser erythropus) und die Schneegans (Anser caerulescens) stellt die Art eine wichtige Ressource dar. Die Ausbreitung erfolgt über sehr leichte Samen (0,7423 mg), die durch Wind oder Wasser weit getragen werden können. Da die Pflanze auf nährstoffarme Bedingungen (Magerstandorte) spezialisiert ist, fördert sie die botanische Vielfalt an Standorten, an denen dominante Arten kaum eine Chance haben.
Der Sumpf-Dreizack wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du bei der Standortwahl in Gärten mit Kleinkindern vorsichtig sein solltest. Die Pflanze ist zwar ein wichtiger Teil der heimischen Flora, sollte aber nicht verzehrt werden. Falls es zu einem versehentlichen Verzehr kommt, kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. Ansonsten ist der Umgang bei der Gartenarbeit unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.253 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), idealerweise an einem Teichrand oder in einer Sumpfzone.
Der Boden muss dauerhaft nass bis feucht sein (Feuchtezahl 9), da die Art Trockenheit nicht verträgt.
Achte darauf, dass das Substrat ein Schwachzehrer-Milieu bietet (Magerer Boden); verzichte daher auf jegliche Düngergabe.
Ein kalkhaltiger / basischer Boden (Reaktionswert 7) ist für das Gedeihen entscheidend.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Mit einer Wuchshöhe von 0,25 m benötigt die Pflanze keinen Rückschnitt.
Die Vermehrung erfolgt oft selbstständig durch die leichten Diasporen (Samen), die vom Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) – es teilt die Vorliebe für kalkreiche, klatschnasse Standorte und ergänzt die Optik im Sommer.
Der Sumpf-Dreizack gehört zur Familie der Dreizackgewächse (Juncaginaceae) und ist als indigene (einheimische) Art in ganz Mitteleuropa verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Kalk-Flachmoore und nasse Magerwiesen (nährstoffarme Standorte), die oft einen basischen Charakter aufweisen. Charakteristisch ist die krautige Wuchsform mit einer festen Wuchshöhe von 0,25 m, wobei die Pflanze nicht verholzt. Die Blätter sind schmal und breitblättrig geformt, während die kleinen Früchte bei der Reife in drei Teilfrüchte zerfallen, was der Gattung ihren Namen gab. Er ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war).
3 Videos zu Sumpf-Dreizack



4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →