Bild folgtKI-generierte IllustrationUrtica subinermis
Auch bekannt als: Urtica subinermis
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Auen-Brennnessel (Urtica subinermis) durch ihren meist weniger stark bewehrten Wuchs und die Vorliebe für feuchte Standorte auf. Im Naturgarten ist sie ein unersetzlicher Baustein für die Artenvielfalt, da sie als Lebensgrundlage für spezialisierte Schmetterlinge dient. Besonders der Admiral (Vanessa atalanta) und das Tagpfauenauge (Aglais io) sind auf Brennnesselgewächse angewiesen. Wenn du diese Art bei dir ansiedelst, schaffst du eine Kinderstube für prächtige Falter, die sonst kaum Ausweichmöglichkeiten finden. Trau dich ruhig an diese oft unterschätzte Wildpflanze heran, dein Garten wird es dir mit flatterndem Leben danken.
Wichtige Kinderstube: Die sanftere Brennnessel für Admiral und Tagpfauenauge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze ein Magnet für zahlreiche Edelfalter. Das Landkärtchen (Araschnia levana), der Admiral (Vanessa atalanta) und das Tagpfauenauge (Aglais io) nutzen sie intensiv. Auch der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der C-Falter (Polygonia c-album) profitieren von dieser Art. Sogar seltener gelistete Arten wie der Kanarische Admiral (Vanessa vulcania) oder die Sardische Kleinfuchs-Art (Aglais ichnusa) werden in Datenbanken als Profiteure geführt. Da sie als Raupenfutterpflanze dient, ist sie für den Fortbestand dieser Schmetterlingspopulationen in unseren Gärten von zentraler Bedeutung.
Die Auen-Brennnessel ist nicht kindersicher, da sie wie ihre Verwandten Brennhaare besitzt, die bei Berührung schmerzhafte Quaddeln auf der Haut verursachen können. Zwar ist sie oft schwächer bewehrt als die Große Brennnessel, dennoch sollte sie im Garten außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kindern oder Haustieren gepflanzt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wähle einen Standort mit ausreichend Feuchtigkeit, idealerweise in der Nähe eines Teichrandes oder in einer Senke.
Lichtbedarf: Ein Platz im Halbschatten bis zur vollen Sonne ist ideal, solange der Boden nicht austrocknet.
Boden: Der Untergrund sollte nährstoffreich und humos sein, um den hohen Stickstoffbedarf zu decken.
Pflanzzeit Frühling: Zwischen März und Mai kannst du die Jungpflanzen setzen.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, fördert aber im Frühsommer einen frischen Austrieb für spätere Raupengenerationen.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch Ausläufer und Selbstaussaat, was du bei der Platzwahl einplanen solltest.
Symbiose: Sie bildet eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Pilzsymbiose im Wurzelraum) aus, die die Nährstoffaufnahme verbessert.
Gute Partnerin: Echter Beinwell (Symphytum officinale) — er liebt ebenfalls feuchte, nährstoffreiche Standorte und ergänzt das ökologische Angebot.
Die Auen-Brennnessel gehört zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Auen (ufernahe Landschaften, die regelmäßig von Hochwasser geprägt werden) und feuchte Waldränder. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) oder einheimische Art besiedelt sie bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Böden. Morphologisch unterscheidet sie sich von der bekannteren Großen Brennnessel oft durch eine geringere Dichte an Brennhaaren auf den Stängeln und Blattflächen.
1 Video zu Auen-Brennnessel

7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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