
Aglais io (Linnaeus, 1758)
68
Pflanzen
besucht
156
Interaktionen
dokumentiert
8
Wirtspflanzen
bekannt
Du erkennst das Tagpfauenauge sofort an den vier großen, blau-gelb-schwarzen Augenflecken auf der rötlich-braunen Oberseite seiner Flügel, die Fressfeinde abschrecken sollen. Der Falter bringt pro Jahr meist eine Generation hervor und ist laut Datenlage besonders in den Monaten Juni und Juli aktiv. Seine Eier legt das Weibchen in Gruppen auf der Unterseite der Wirtspflanzen ab. Im Frühling besucht das Tier zur ersten Stärkung das Knöllchen-Scharbockskraut (Ficaria verna) oder die Schaftlose Primel (Primula vulgaris). Während des Sommers findest du es häufig auf der Lanzett-Kratzdistel (Cirsium vulgare) oder dem Kriech-Günsel (Ajuga reptans). Die Raupe lebt monophag (auf eine sehr begrenzte Auswahl an Nahrung spezialisiert) und frisst an der Großen Brennnessel (Urtica dioica), dem Gewöhnlichen Hopfen (Humulus lupulus) oder der Wilden Karde (Dipsacus fullonum). Das Tier überwintert in Kältestarre (Zustand herabgesetzter Stoffwechselvorgänge) an geschützten, dunklen Orten wie Kellern, Dachböden oder Schuppen. Du kannst die Art fördern, indem du Brennnesseln und die Wilde Karde in sonnigen Ecken deines Gartens stehen lässt.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Das Tagpfauenauge kann weder stechen noch beißen. Als heimische Art ist es geschützt; vermeide das Anfassen der Flügel, um die empfindliche Schuppenschicht nicht zu zerstören. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Arten.
Das Tagpfauenauge (Aglais io) gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Die Art ist ein typischer Kulturfolger, der sich gut an menschliche Siedlungsräume anpasst. Während die Oberseite markante Augenflecken zur Abwehr zeigt, ist die Unterseite dunkelbraun gemustert, was dem Falter in Ruhestellung eine perfekte Tarnung als trockenes Blatt verleiht. Die Raupen sind monophag (auf wenige Pflanzenarten angewiesen) und benötigen für ihre Entwicklung spezifische heimische Wirtspflanzen wie die Brennnessel.
Nahrung
monophagous
8 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
60 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: Philipp Eckardt
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →