Bild folgtKI-generierte IllustrationVaccinium oxycoccos
Auch bekannt als: Gemeine Moosbeere
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffaellig sind bei der Gewöhnlichen Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) die filigranen, nach hinten umgeschlagenen Blütenblätter, die an kleine rosa Sterne erinnern. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, leisten Sie mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Im Garten ist sie eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten wie den Hochmoor-Perlmutterfalter (Boloria aquilonaris). Auch die Luzerne-Blattschneiderbiene (Megachile rotundata) schätzt das Angebot dieser indigenen (einheimischen) Schönheit. Wenn du ein feuchtes Moorbeet anlegst, schaffst du für diesen seltenen Zwergstrauch den perfekten Rückzugsort.
Rote-Liste-Art für das Moorbeet: Lebensraum für den Hochmoor-Perlmutterfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine unersetzliche Raupenfutterpflanze für den spezialisierten Moosbeeren-Spanner (Carsia sororiata imbutata). Auch bedrohte Schmetterlingsarten wie der Hochmoor-Perlmutterfalter (Boloria aquilonaris) und der Braunfleckige Perlmutterfalter (Boloria selene) profitieren direkt von ihrem Vorkommen. Die Blüten ziehen zudem den Rotrandbär (Diacrisia sannio) und die Luzerne-Blattschneiderbiene (Megachile rotundata) an. Die sehr leichten Samen (0.717 mg) werden im Winter oft durch den Wind verbreitet, was die natürliche Ausbreitung in neue Moorlebensräume unterstützt.
Bitte beachte, dass die Gewöhnliche Moosbeere laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, ist daher Vorsicht geboten. Bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit oder versehentlichen Verzehr unbekannter Pflanzenteile kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.444 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), damit die Pflanze ausreichend Energie für die Blüte sammeln kann.
Boden: Die Erde muss unbedingt sauer (Reaktionswert 3) und sehr nährstoffarm (Schwachzehrer) sein. Herkömmliche Gartenerde ist meist zu kalkhaltig.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte dauerhaft nass sein (Feuchtewert 9). Staunässe wird im Gegensatz zu vielen anderen Gartenpflanzen hervorragend vertragen.
Wuchs: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.44 m und breitet sich kriechend aus.
Pflanzzeit: Setze die Moosbeere im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Wichtig ist nur, dass der Wurzelbereich niemals austrocknet.
Gute Partnerin: Der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) ist eine ideale Begleitpflanze, da er exakt die gleichen extrem sauren und nassen Standortbedingungen im Moorbeet benötigt.
Die Gewöhnliche Moosbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und zur Ordnung der Heidekrautartigen. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt natürlicherweise Hochmoore und Zwischenmoore (nährstoffarme, saure Feuchtgebiete). Als verholzter Zwergstrauch bildet sie fadenförmige, kriechende Triebe aus. Die kleinen, breitblättrigen Blätter sind wintergrün und auf der Unterseite meist weißlich-bereift, was sie vor Austrocknung schützt.
3 Videos zu Gewöhnliche Moosbeere



2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →