Bild folgtKI-generierte IllustrationValeriana excelsa subsp. versifolia
Auch bekannt als: Valeriana excelsa subsp. versifolia
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Verschiedenblättrigen Kriech-Baldrian an seinen markanten Blättern, die an einer einzigen Pflanze ganz unterschiedliche Formen annehmen können, und seinen zartrosa bis weißen Blütendolden. In deinem Garten übernimmt er eine wichtige Rolle für den Artenschutz, da er eine der wenigen verbliebenen Nahrungsquellen für den extrem seltenen Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) darstellt. Mit dieser Pflanze holst du dir eine botanische Rarität ins Beet, die auf der Roten Liste als extrem selten (R) geführt wird. Da er kühlere Lagen liebt, ist er perfekt für schattigere Gartenwinkel geeignet. Wenn du ihm einen frischen Platz bietest, wird er dich mit seiner Vitalität und den filigranen Blüten überraschen.
Seltener Schatz für Scheckenfalter: Einheimische Rarität für kühle Gartenplätze.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Baldrian eine überlebenswichtige Station für spezialisierte Falter. Er dient als Nektarquelle für den Maivogel (Euphydryas intermedia) und den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma). Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung für den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), der gezielt nach diesen Beständen sucht. Auch verschiedene Arten der Moorfalter (Erebia) besuchen die Blüten regelmäßig. Da die Pflanze in der freien Natur extrem selten (Rote Liste R) geworden ist, fungiert dein Garten als wichtiger Trittsteinbiotop (vernetzendes Lebensraumelement) für diese Insekten. Die Samenstände können im Spätsommer zudem kleineren Singvögeln als Nahrung dienen.
Bitte beachte, dass der Verschiedenblättrige Kriech-Baldrian in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird. Er sollte daher so gepflanzt werden, dass kleine Kinder nicht zum Naschen verleitet werden. Bei Vergiftungsverdacht kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
• Licht: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Lichtwert 6), direkte Mittagssonne sollte vermieden werden.
• Boden: Er bevorzugt normalen Gartenboden ohne Staunässe (Mittelzehrer).
• Feuchtigkeit: Halte das Substrat gleichmäßig frisch (mäßig feucht), aber vermeide ein völliges Austrocknen.
• Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
• Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
• Pflege: Ein Rückschnitt der verwelkten Blütenstände kann die Pflanze kräftigen, ist aber für die Selbstaussaat nicht zwingend nötig.
• Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über Ausläufer (Kriech-Stolonen) moderat aus.
• Pflanzpartner: Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) ist eine ideale Begleitung, da es ähnliche Licht- und Feuchtigkeitsverhältnisse im Halbschatten bevorzugt.
Der Verschiedenblättrige Kriech-Baldrian gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in Deutschland eine heimische (indigene) Art. Sein natürlicher Lebensraum liegt vorwiegend in kühleren, oft nordisch oder alpin geprägten Regionen, was ihn besonders frosthart macht. Ein besonderes Merkmal ist die Heterophyllie (Verschiedenblättrigkeit): Während die unteren Blätter oft einfach geformt sind, zeigen sich die oberen tief eingeschnitten. Er geht eine Symbiose mit Bodenpilzen ein, die man als arbuskuläre Mykorrhiza (AM) bezeichnet, was seine Nährstoffaufnahme verbessert.
1 Video zu Verschiedenblättriger Kriech-Baldrian

4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →