
Valeriana officinalis agg.
Artengruppe
Du erkennst den Arznei-Baldrian an seinen markanten, fiederteiligen Blättern und dem straff aufrechten Wuchs, der eine Höhe von 0,75 m erreicht. Als heimische Pflanze ist er ein unverzichtbarer Bestandteil für naturnahe Gärten, da er sich perfekt in die Krautschicht unter lichten Bäumen einfügt. Da er zu den Mittelzehrern (Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf) gehört, unterstützt er ein ausgeglichenes Bodenleben ohne Überdüngung. Er dient als wichtige strukturelle Komponente in deinem Garten-Ökosystem und bietet zahlreichen heimischen Organismen Schutz. Wenn du einen halbschattigen Platz mit gleichmäßiger Feuchtigkeit hast, machst du mit dieser Art alles richtig.
Heimische Beständigkeit: Ein 0,75 m hohes Kraftpaket für deinen Halbschatten.
Als heimische, breitblättrige Staude ist der Arznei-Baldrian ein wichtiger Baustein für die regionale Biodiversität. Er geht im Boden eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, eine nützliche Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, die den Nährstoffkreislauf in deinem Garten verbessert. Seine stattliche Höhe von 0,75 m bietet in der Krautschicht wichtige Deckung für Bodenbewohner. Da er in Deutschland indigen (einheimisch) ist, fügt er sich nahtlos in das komplexe Beziehungsgefüge unserer heimischen Tierwelt ein. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten hier nicht vorliegen, ist er als Teil der ursprünglichen Flora ein verlässlicher Partner für die Stabilisierung deines Garten-Biotops.
Der Arznei-Baldrian ist laut Datenbank-Einstufung nicht kindersicher. Du solltest ihn daher mit Bedacht pflanzen, wenn kleine Kinder oder Haustiere Zugang zum Garten haben. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.823 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, um die natürlichen Lichtbedürfnisse der Pflanze zu erfüllen.
Bodenfeuchte: Achte darauf, dass der Boden stets "frisch" (mäßig feucht) bleibt; Staunässe oder völliges Austrocknen solltest du vermeiden.
Nährstoffbedarf: Als Mittelzehrer (Ellenberg N 5) reicht ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben völlig aus.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktion 6) ist ideal für ein gesundes Wachstum.
Pflanzzeit: Setze den Baldrian am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchsraum: Plane bei der Pflanzung die endgültige Wuchshöhe von 0,75 m ein, damit die Pflanze nicht von größeren Nachbarn bedrängt wird.
Pflege: Schneide die verblühten Triebe im Herbst bodennah zurück, um Platz für den Neuaustrieb im nächsten Jahr zu schaffen.
Sicherheit: Da die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft ist, solltest du sie außerhalb der Reichweite kleiner Kinder platzieren.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – sie teilt die Vorliebe für frische, halbschattige Standorte und ergänzt den Baldrian ökologisch hervorragend.
Der Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis agg.) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum erstreckt sich über frische Wiesen und Waldränder auf neutralen bis schwach sauren Böden. Er wächst als ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzendes Kraut) und zeichnet sich durch eine beachtliche Blattfläche von über 2200 mm² aus. In der Botanik wird er als Artengruppe geführt, da er in verschiedenen, sehr ähnlichen Unterarten vorkommen kann.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_191159517
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