Bild folgtKI-generierte IllustrationValerianella locusta subsp. locusta
Auch bekannt als: Valerianella locusta subsp. locusta
5
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Gewöhnliche Rapünzchen an seinen bodennahen Blattrosetten und den zierlichen, blassblauen Blütenköpfchen, die oft schon im zeitigen Frühjahr erscheinen. Mit einer Wuchshöhe von nur 0,1 m ist dieser kleine Wildsalat ein unaufdringlicher, aber ökologisch wertvoller Gartenbewohner. Er dient als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma). Da er als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 ohne direktes menschliches Zutun eingeführt wurde) gilt, bereichert er die heimische Artenvielfalt enorm. Hol dir diesen genügsamen Frühblüher in deinen Garten, um den ersten Insekten des Jahres zu helfen.
Kleiner 10-cm-Riese: Die lebenswichtige Frühlingsinsel für seltene Scheckenfalter.
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Dieses kleine Gewächs ist eine wertvolle Tankstelle für Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen besonders der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) auf die Blüten. Auch seltene Arten wie Euphydryas desfontainii, Euphydryas intermedia und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) nutzen das Rapünzchen als Nahrungsquelle. Die Samen sind mit einem Gewicht von nur 0,9838 mg extrem leicht, was ihnen eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Dadurch kann die Pflanze Lücken in sonnigen Beeten schnell schließen. Für die Insektenwelt ist das Rapünzchen aufgrund seiner frühen Blüte ein unverzichtbarer Baustein im Biotopverbund deines Gartens.
Obwohl das Rapünzchen die Wildform des Feldsalats ist, wird es in Fachdatenbanken als nicht explizit kindersicher geführt. Dies dient dem Schutz vor Verwechslungen mit anderen, eventuell ungenießbaren Ackerwildkräutern im jungen Stadium. Achte darauf, dass Kinder im Garten nur bekannte Kulturpflanzen verzehren. Im Falle einer unsicheren Bestimmung oder versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.105 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Platziere das Rapünzchen an einem vollsonnigen Standort mit viel direktem Licht.
Ellenberg Feuchte 3: Wähle einen eher trockenen Platz; die Pflanze verträgt keine dauerhafte Nässe.
Boden: Ein nährstoffreicher Boden (Starkzehrer) ist ideal, wobei die Pflanze im Garten oft als Mittelzehrer (normaler Boden) zurechtkommt.
Wuchs: Beachte die geringe Höhe von 0,1 m; die Pflanze sollte nicht von größeren Nachbarn überwuchert werden.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Vermehrung: Lass die Pflanze nach der Blüte stehen, damit sich die leichten Samen durch den Wind verteilen können.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da die Pflanze nach der Samenreife meist abstirbt und sich selbst neu aussät.
Pflanzpartner: Das Echte Labkraut (Galium verum) ist ein idealer Partner, da es ebenfalls sonnige, trockene Standorte bevorzugt und die kleinen Rosetten nicht verdrängt.
Das Gewöhnliche Rapünzchen (Valerianella locusta subsp. locusta) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist die Wildform unseres bekannten Feldsalats. Als krautige Pflanze wächst sie meist einjährig und überwintert oft schon als fertige Blattrosette. Die Art ist in ganz Deutschland heimisch und besiedelt bevorzugt mäßig warme Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine enge Lebensgemeinschaft zwischen der Pflanzenwurzel und Bodenpilzen, die dem Rapünzchen bei der Nährstoffaufnahme hilft. Trotz seiner geringen Größe ist es durch seine breiten Blätter mit einer Fläche von etwa 196,25 mm² effektiv in der Photosynthese.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →