Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia narbonensis agg.
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Schon von weitem fällt die Narbonner Wicke (Vicia narbonensis agg.) durch ihre kräftigen, fast schwärzlichen Flecken auf den Nebenblättern und die purpurfarbenen Schmetterlingsblüten auf. Diese alte Kulturpflanze ist heute ein echter Gewinn für den Naturgarten, da sie wertvollen Lebensraum für spezialisierte Falter bietet. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert besonders der Klee-Gelbling (Colias hyale) von ihrem Angebot. Mit einer Wuchshöhe von 0,42 m bleibt sie kompakt und findet auch in kleineren Beeten Platz. Wenn du einen sonnigen Standort mit kalkhaltigem Boden hast, ist sie eine ideale Wahl für deine Artenvielfalt. Probier es einfach mal aus und schau, wer an ihren Blüten nascht.
Kompakter Kletterkünstler: Die Narbonner Wicke lockt den Klee-Gelbling an.
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Diese Wicke ist ökologisch wertvoll, da sie nach aktuellen Daten eine wichtige Futterpflanze für den Klee-Gelbling (Colias hyale) darstellt. Die Blüten sind auf die Bestäubung durch kräftige Insekten spezialisiert, die die typischen Schmetterlingsblüten öffnen können. Durch ihre Fähigkeit, Stickstoff im Boden zu binden, fungiert sie als natürlicher Bodenverbesserer für ihre Umgebung. Die schweren Samen, die etwa 184 Milligramm wiegen, werden meist nur über kurze Distanzen ausgebreitet, dienen aber am Boden lebenden Tieren als Energiequelle. Da sie eine Kletterpflanze ist, schafft sie zudem eine vertikale Struktur im Garten, die kleinen Tieren Deckung bietet. Ihr Nutzen als Raupenfutterpflanze macht sie zu einem wichtigen Baustein für den Erhalt heimischer Schmetterlingspopulationen.
Bitte beachte, dass die Narbonner Wicke laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie bei vielen Arten der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) können die Samen und Pflanzenteile bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen. Achte daher darauf, dass neugierige Kinder die Pflanze nicht in den Mund stecken.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.424 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort (Licht 8): Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Bodenfeuchte (Feuchte 4): Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein; Staunässe musst du jedoch vermeiden.
Bodenbeschaffenheit (Reaktion 8): Die Pflanze benötigt einen kalkhaltigen oder basischen (nicht sauren) Untergrund.
Nährstoffbedarf (Nährstoffe 5): Ein normaler Gartenboden als Mittelzehrer-Standort ist ideal, zusätzliche Düngung ist meist nicht nötig.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis November in die Erde.
Wuchshöhe: Mit genau 0,42 m eignet sie sich hervorragend für den mittleren Bereich deiner Beete.
Vermehrung: Durch ihr schweres Samengewicht breitet sie sich eher auf kurzen Distanzen selbst aus.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Samenreife ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Plätze und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten perfekt.
Die Narbonner Wicke gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst wärmebegünstigte Standorte wie kalkhaltige Äcker und Wegränder. Als nicht verholzte Kletterpflanze nutzt sie ihre Blattranken, um an benachbarter Vegetation emporzuwachsen. Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (benötigt mäßig nährstoffreiche Böden) und weist charakteristische, breite Teilblätter auf, die sie von anderen Wicken-Arten unterscheiden. Sie geht im Boden eine Verbindung mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel) ein.
1 Video zu Vicia narbonensis agg.

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →