Bild folgtKI-generierte IllustrationVincetoxicum hirundinaria subsp. hirundinaria
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren kleinen, rahmweißen Sternblüten, die in den Blattachseln sitzen, lässt sich die Weiße Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria subsp. hirundinaria) sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler für trockene Gartenbereiche und lockt mit ihrem Nektar spezialisierte Insekten wie den Gefleckten Blütenhalsbock oder den Käfer Oedemera flavipes (Fabricius, 1792) an. Sogar die Erdhummel schaut regelmäßig an den Blüten vorbei. Wenn du eine langlebige Art suchst, die auch in heißen Sommern ohne Gießen auskommt, machst du mit ihr alles richtig. Hol dir diesen heimischen Wildcharakter in dein Beet und unterstütze die Artenvielfalt direkt vor deiner Haustür.
Trockenkünstler mit Sternblüten: Ein Paradies für spezialisierte Blütenbesucher.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Weiße Schwalbenwurz eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Käferarten wie den Gefleckten Blütenhalsbock und Alosterna tabacicolor (Degeer, 1775). Auch der Metallische Schenkelkäfer (Oedemera flavipes (Fabricius, 1792)) und verschiedene Kammhornkäfer werden von den Blüten angezogen. Für die Erdhummel bietet sie während der langen Blütezeit von Mai bis August eine verlässliche Nektarquelle. Da sie im Winter ihre Samenstände behält, finden darin kleine Insekten einen geschützten Platz zum Überwintern. In der Natur gilt sie als stabilisierende Art, was ihre Einstufung auf der Roten Liste mit einem Stern (*) bestätigt.
Achtung: Die Weiße Schwalbenwurz ist nicht kindersicher. Alle Pflanzenteile sind giftig und enthalten Glykoside, die bei Verzehr Übelkeit und Herz-Kreislauf-Beschwerden verursachen können. Trage beim Rückschnitt am besten Handschuhe, um Hautkontakte mit dem Milchsaft zu vermeiden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.53 m
Standort: Suche ihr einen Platz im Halbschatten oder in der Sonne.
Boden: Sie bevorzugt trockene Standorte und ist ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus). Magerer, kalkhaltiger Boden ist ideal.
Pflanzzeit: Setze sie zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November in die Erde, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Die Pflanze ist extrem anspruchslos. Düngen ist nicht notwendig, da sie auf zu nährstoffreichen Böden ihre Standfestigkeit verlieren kann.
Vermehrung: Sie verbreitet sich über ihre flugfähigen Samen. Die verholzende Wurzel (Rhizom) macht sie sehr langlebig.
Winter: Die oberirdischen Teile ziehen im Winter ein, die Wurzel überdauert problemlos.
Kombination: Als Partnerin eignet sich hervorragend der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum). Beide teilen die Vorliebe für trockene Böden und bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft.
Die Weiße Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria subsp. hirundinaria) gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Sie ist in Deutschland indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits hier war) oft trockene Halbschattenplätze. Typisch sind die gegenständigen, glänzend grünen Blätter und der giftige, weiße Milchsaft in den Stängeln. Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen) ein, was ihr hilft, Nährstoffe aus mageren Böden effizient aufzunehmen.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →