Bild folgtKI-generierte IllustrationAllium fistulosum
Auch bekannt als: Lauchzwiebel, Zwiebelröhrchen, Frühlingszwiebeln, Schlotten, Schluppen, Bundzwiebeln, Schluppe, Schnattra, Frühlingszwiebel
10
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren hohlen, tiefgrünen Röhrenblättern und den kugeligen, weißlichen Blütendolden lässt sich die Winterzwiebel (Allium fistulosum) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist sie weit mehr als nur ein Küchenkraut, da sie als ausdauernde Staude jedes Jahr verlässlich wiederkehrt. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren besonders Bestäuber wie die Baumhummel (Bombus hypnorum) und der Kleiner Kohl-Weißling (Pieris rapae) von ihrem Nektarangebot. Mit einer Wuchshöhe von 0.48 m fügt sie sich ideal in sonnige Beete ein. Wenn du sie einmal gepflanzt hast, bietet sie dir und deinen tierischen Gästen über Jahre hinweg einen echten Mehrwert.
Winterhartes Multitalent: 0.48 Meter geballte Energie für Baumhummeln.
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In der Blütezeit von Juni bis August wird die Winterzwiebel zum Magneten für verschiedene Fluginsekten. Neben der Honigbiene (Apis mellifera) steuert auch die Baumhummel (Bombus hypnorum) die kugeligen Blütenstände gezielt an. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) nutzen das Angebot. Sogar Faltenwespen wie die Vespa velutina nigrithorax wurden als Besucher registriert. Die Ausbreitung der Art erfolgt über sehr leichte Samen (Diasporen), die nur etwa 2.2471 mg wiegen. Durch dieses geringe Gewicht können sie leicht durch den Wind über größere Distanzen verteilt werden, was zur natürlichen Verjüngung im Garten beiträgt.
Obwohl die Winterzwiebel ein bekanntes Speisegewächs ist, gilt sie laut Datenbank als nicht uneingeschränkt kindersicher. Dies liegt an den enthaltenen Schwefelverbindungen, die bei übermäßigem Verzehr durch Kleinkinder zu Unverträglichkeiten führen können. Im Falle einer unsachgemäßen Aufnahme großer Mengen sollte zur Sicherheit der Giftnotruf 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.48 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Boden: Der Untergrund sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtezahl 5) und gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Nährstoffzahl 6) freut sie sich über eine moderate Gabe von reifem Kompost im Frühjahr.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionszahl 6) ist ideal.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Pflanzabstand: Halte etwa 20 bis 25 cm Abstand, damit sich die Horste gut entwickeln können.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die fixe Endhöhe von 0.48 m.
Partnerempfehlung: Gute Nachbarn sind die Schafgarbe (Achillea millefolium) oder der Schnittlauch (Allium schoenoprasum), da beide ähnliche Licht- und Bodenansprüche teilen.
Die Winterzwiebel gehört zur Familie der Lauchgewächse (Alliaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt natürlicherweise Standorte, die wärmeliebend (T-Wert 7) geprägt sind. Als krautige Pflanze bildet sie keine ausgeprägte Zwiebel, sondern verdickte Schäfte aus. Besonders auffällig ist die Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aus dem Boden aufzunehmen.
1 Video zu Winterzwiebel

7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →