
Aconitum lycoctonum
Auch bekannt als: Wolfs-Eisenhut
4
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Gelben Eisenhut (Aconitum lycoctonum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er besticht durch seine hellgelben, helmförmigen Blüten und das tief handförmig eingeschnittene Laub. Da er in Mitteleuropa heimisch ist, bietet er spezialisierten Insekten wie der Eisenhut-Goldeule (Polychrysia moneta) eine lebensnotwendige Nahrungsgrundlage. Im Garten ist er eine Bereicherung für schattigere Plätze, an denen viele andere Sommerblüher oft nicht gedeihen. Wenn du Wert auf echte Biodiversität legst, ist dieser ausdauernde Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dein ökologisches Refugium.
Überlebenswichtige Heimat für die seltene Eisenhut-Goldeule.
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Der Gelbe Eisenhut spielt eine Schlüsselrolle für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Daten ist er die exklusive Raupenfutterpflanze für die Eisenhut-Goldeule (Polychrysia moneta). Seine tiefen Blütenkelche im Juli bieten zudem Nektar für bestäubende Insekten, die auf diese spezialisierte Blütenform angewiesen sind. Die Samenstände können im Winter als Futterquelle für Vögel dienen. Durch die Bildung einer AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhiza) fördert die Pflanze zudem die biologische Aktivität und Vernetzung der Pilze im Boden deines Gartens.
Die Pflanze ist in allen Teilen hochgiftig und nicht kindersicher. Bereits Hautkontakt oder versehentlicher Verzehr können schwere Vergiftungen auslösen. Verwechslungsgefahr besteht für Laien mit dem Blauen Eisenhut (Aconitum napellus), der jedoch tiefblaue bis violette Blüten trägt. Trage bei Pflegearbeiten sicherheitshalber immer Handschuhe.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.92 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, der den natürlichen Bedingungen eines feuchten Waldrandes nahekommt.
Der Boden sollte humusreich und gleichmäßig feucht gehalten werden, da die Art empfindlich auf Austrocknung reagiert.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden zum Zeitpunkt der Pflanzung offen, also frostfrei, ist.
Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme) ein.
Düngen ist meist unnötig; eine Gabe reifer Kompost im Frühjahr unterstützt das Wachstum ausreichend.
Lasse die verblühten Triebe im Winter stehen, um kleinen Tieren Unterschlupf zu gewähren.
Vermehrung kann durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Gute Partnerin: Die Wald-Geißbart (Aruncus dioicus) – beide teilen die Vorliebe für kühle, schattige Standorte und ergänzen sich optisch in ihrer imposanten Gestalt.
Der Gelbe Eisenhut gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und wird als Indigen (ursprünglich einheimisch) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) eingestuft. Typisch für die Gattung ist die Kelchblatt-Form, die an einen Reiterhelm erinnert. Die Art wächst bevorzugt in feuchten Wäldern und auf Hochstaudenfluren. Auf der Roten Liste wird er aktuell als ungefährdet geführt, was ihn zu einer stabilen Komponente für naturnahe Pflanzungen macht.
3 Videos zu Gelber Eisenhut



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1656644556
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