Bild folgtKI-generierte IllustrationZwerg-Baldrian
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Du erkennst den Zwerg-Baldrian (Zwerg-Baldrian) an seinem kompakten Wuchs und den zierlichen, hellen Blütenköpfchen, die sich deutlich von seinen größeren Verwandten abheben. In deinem Naturgarten übernimmt er eine wichtige Rolle als spezialisierte Futterquelle für seltene Schmetterlinge. Besonders der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) sind auf Bestände dieser Gattung angewiesen. Da er eine enge Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen eingeht, fördert er zudem die Bodengesundheit. Wenn du ein Herz für kleine, aber ökologisch wertvolle Pflanzen hast, ist dieser Baldrian genau das Richtige für dich.
Zierlicher Bodenschatz: Die wichtigste Tankstelle für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Zwerg-Baldrian eine lebenswichtige Ressource für verschiedene Scheckenfalter. Zu den direkten Profiteuren zählen der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma). Auch spezialisierte Arten wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii), der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Maivogel (Euphydryas intermedia) besuchen die Blüten. Im Winter bieten die verblühten Stände zwar nur kleine Samen, die jedoch von bodennah suchenden Vögeln genutzt werden können. Die Mykorrhiza-Verbindung (AM) sorgt zudem für ein stabiles biologisches Netzwerk im Boden deines Gartens.
Bitte beachte beim Gärtnern, dass der Zwerg-Baldrian laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Es ist empfehlenswert, die Pflanze so zu platzieren, dass Kleinkinder sie nicht unbeaufsichtigt erreichen können. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Pflanzzeit im Frühling: Idealerweise setzt du junge Pflanzen zwischen März und Mai in den Boden.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der den Bedingungen offener Magerwiesen entspricht.
Bodenbeschaffenheit: Die Erde sollte eher nährstoffarm und gut durchlässig sein; schwere Lehmböden verträgt er weniger.
Bodenvorbereitung: Bei Bedarf kannst du etwas Sand oder feinen Kies einarbeiten, um den Wasserabfluss zu verbessern.
Pflanzabstand: Halte etwa 15 bis 20 Zentimeter Platz zu den Nachbarpflanzen ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze niedrig bleibt und die Samenstände stehen bleiben sollten.
Vermehrung: Lass die Samen im Spätsommer ausreifen, damit er sich durch Selbstaussaat am passenden Platz halten kann.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – sie wächst an ähnlichen kalkreichen Standorten und bietet eine ergänzende Nektarquelle.
Der Zwerg-Baldrian gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist innerhalb der Ordnung der Kardenartigen fest in Deutschland beheimatet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst oft Halbtrockenrasen (trockene, oft kalkreiche Wiesen mit geringem Nährstoffgehalt) oder alpine Matten. Eine morphologische Besonderheit ist seine arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Symbiose, bei der Wurzelpilze tief in die Pflanzenzellen eindringen, um den Nährstoffaustausch zu optimieren. Trotz seiner geringen Größe ist er durch seine robuste Wurzelstruktur bestens an karge Standorte angepasst.
1 Video zu Zwerg-Baldrian

5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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