Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrostis gigantea
Auch bekannt als: Riesenstraussgras, Fioringras
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer das Riesen-Straußgras (Agrostis gigantea) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen lockeren, weit ausladenden Blütenrispen, die sich im Sommer wie ein silbriger Nebel über das Beet legen, ist es unverwechselbar. In deinem Naturgarten spielt dieses Gras eine tragende Rolle als Futterpflanze für Schmetterlinge wie das Helle Gelbhörnchen (Thymelicus lineola) oder den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus). Es bringt Ruhe in bunte Staudenbeete und bietet gleichzeitig wertvolle Strukturen für die Tierwelt. Wenn du eine robuste Art suchst, die ökologischen Nutzen mit schlichter Eleganz verbindet, liegst du hier genau richtig.
Filigraner Schwebekünstler: Das 0,73 m hohe Gras nährt seltene Dickkopffalter.
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Dieses Gras ist weit mehr als nur Dekoration: Es dient als wichtige Raupenfutterpflanze für das Helle Gelbhörnchen (Thymelicus lineola) und den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus). Auch die Getreide-Weißadereule (Sideridis rivularis) gehört zu den Besuchern, die von diesem Lebensraum profitieren. Die Samen sind mit nur 0,0775 mg extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. So besiedelt das Gras auch entferntere Gartenbereiche und fördert die Vernetzung ökologischer Nischen. Für viele Kleintiere bietet der dichte Wuchs im unteren Bereich zudem wertvollen Schutz vor Fressfeinden.
Obwohl keine Giftigkeit bekannt ist, gilt das Riesen-Straußgras als nicht kindersicher. Die feinen Blattränder können bei unvorsichtigem Greifen die Haut reizen, und die Pollen können während der Blütezeit im Juni und Juli für Allergiker problematisch sein. Achte beim Pflanzen darauf, dass die Halme nicht direkt in Spielbereiche ragen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.734 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Platz, da das Gras viel Licht für eine kräftige Halmbildung benötigt.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal, solange er kalkhaltig (basisch) ist.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte 'frisch' (mäßig feucht) sein; vermeide Staunässe ebenso wie extreme Trockenheit.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Pflanzabstand: Halte etwa 35 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein, damit sich die Rispen entfalten können.
Pflege: Schneide die Halme erst im späten Winter zurück, um Insekten einen sicheren Unterschlupf zu bieten.
Vermehrung: Das Gras verbreitet sich durch seine extrem leichten Samen ganz natürlich über den Wind.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) passt hervorragend, da sie ähnliche Ansprüche an Sonne und Boden stellt.
Das Riesen-Straußgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Als einheimische Art besiedelt es bevorzugt sonnige Standorte auf mäßig nährstoffreichen, kalkhaltigen oder basischen Böden. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,73 m bleibt es im Garten gut handhabbar und verholzt nicht. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (eine Wurzel-Pilz-Gemeinschaft), die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizient aus dem Boden aufzunehmen und Trockenstress besser zu überstehen.
2 Videos zu Riesen-Straußgras


2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →