Bild folgtKI-generierte IllustrationAlchemilla alpina
Auch bekannt als: Bergfrauenmantel, Peucrist, Alpen-Frauenmantel
Artengruppe
51
Arten
interagieren
51
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Alpen-Frauenmantel (Alchemilla alpina) an seinen fächerartig gefalteten Blättern und dem kompakten, polsterförmigen Wuchs. Diese zierliche Art ist für Deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie eine spezialisierte ökologische Nische besetzt und auf der Roten Liste steht. Vor allem der Buschhalden-Blattspanner profitiert von ihr, da er die Pflanze als lebensnotwendiges Raupenfutter nutzt. Trotz seiner geringen Größe von nur 10 Zentimetern ist er ein robuster Überlebenskünstler für sonnige Stein- oder Magerbeete. Wenn Du einen Standort hast, der dem rauen Bergklima ähnelt, machst Du mit dieser heimischen Schönheit alles richtig.
Alpine Kostbarkeit für den Steingarten: Nur 10 cm hoch und Heimat für Falter.
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In Deinem Garten dient der Alpen-Frauenmantel als unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine wichtige Raupenfutterpflanze für den Buschhalden-Blattspanner, der auf solche heimischen Vorkommen angewiesen ist. Während der Blütezeit von Juni bis August bietet die Pflanze Struktur in kargen Gartenbereichen. Ein besonderes Merkmal ist die Ausbreitungsstrategie: Durch das geringe Gewicht der Diasporen (Ausbreitungseinheiten) von etwa 0,3 Milligramm können die Samen über weite Strecken durch Wind verbreitet werden. Da die Art als selten eingestuft wird (Rote Liste R), leistet Du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum regionalen Artenschutz und zur Erhaltung der genetischen Vielfalt im Alpenraum.
Sicherheitshinweis: Obwohl viele Frauenmantel-Arten in der Naturheilkunde verwendet werden, ist der Alpen-Frauenmantel laut Datenbank-Eintrag nicht ausdrücklich als kindersicher eingestuft. Du solltest daher darauf achten, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslung mit giftigen Gebirgspflanzen ist aufgrund der typischen Blattstruktur für erfahrene Gärtner jedoch weitgehend ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.102 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standplatz: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), da die Pflanze das ungefilterte Licht der Berge benötigt.
Bodenbeschaffenheit: Er gedeiht am besten auf Schwachzehrer-Böden (nährstoffarmer Magerboden) ohne zusätzliche Düngung.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat frisch (mäßig feucht), achte aber auf einen guten Wasserabzug gegen Staunässe.
Pflanzzeit: Die ideale Zeit zum Setzen ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November).
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Höhe von genau 0,1 m – ideal für den Beetvordergrund.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze im Winter stehen, um den natürlichen Zyklus zu fördern.
Bodenbearbeitung: Bei sehr schweren Böden solltest Du Sand einmischen, um die Magerkeit zu gewährleisten.
Pflanzpartner: Die Herzblättrige Kugelblume (Globularia cordifolia) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen kargen Standortbedingungen liebt.
Der Alpen-Frauenmantel (Alchemilla alpina) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt natürlicherweise kühle, lichtreiche Standorte in den Gebirgen und wächst als ausdauernde, nicht verholzende krautige Pflanze. Seine kleinen, breitblättrigen Blätter erreichen eine Fläche von etwa 312 Quadratmillimetern. Die Vermehrung erfolgt über extrem leichte Samen mit einem Gewicht von nur rund 0,3 Milligramm, was ihm die Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Als Archäophyt (eine Art, die vor 1492 heimisch war) ist er fester Bestandteil der regionalen Flora.
1 Video zu Alpen-Frauenmantel (Artengruppe)

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
47 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →