Bild folgtKI-generierte IllustrationAnarrhinum bellidifolium
Auch bekannt als: Anarrhinum bellidifolium
16
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die zierlichen Grundblätter, die stark an ein Gänseblümchen erinnern, während sich darüber filigrane Blütenstände bis in die Höhe recken. Der Gänseblümchen-Lochschlund (Anarrhinum bellidifolium) ist eine echte Rarität und wird auf der Roten Liste als gefährdet (Stufe 2) geführt. In Deinem Naturgarten dient er als wertvolle Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) oder den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia). Auch die vertraute Ackerhummel (Bombus pascuorum) schaut hier regelmäßig vorbei. Mit dieser Pflanze holst Du Dir ein Stück schützenswerte Wildnis direkt ans Haus und hilfst dabei, eine seltene Art vor dem Verschwinden zu bewahren.
Rettungsanker für seltene Scheckenfalter: Gefährdete Schönheit für magere Sonnenplätze.
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Diese Pflanze ist ein Magnet für eine Vielzahl gefährdeter Tagfalter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) und der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) massiv von den Blüten. Auch der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) und die Honigbiene (Apis mellifera) nutzen das Angebot regelmäßig. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung für Scheckenfalter-Arten wie Melitaea phoebe oder Melitaea celadussa, die in der intensiv genutzten Landschaft oft keine Nahrung mehr finden. Durch die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) trägt die Pflanze zur Vernetzung von Biotopen bei. Mit der Ansiedlung in Deinem Garten förderst Du aktiv das Überleben dieser Rote-Liste-Art.
Bitte beachte, dass der Gänseblümchen-Lochschlund als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze sollte daher so platziert werden, dass Kleinkinder oder Haustiere nicht zum Verzehr verleitet werden. Ein verantwortungsbewusster Umgang an einem geschützten Standort im Garten ist ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.507 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), an dem die Pflanze viel Wärme speichern kann.
Der Boden sollte trocken (Feuchtewert 3) und sehr nährstoffarm sein – er ist ein typischer Schwachzehrer (Magerzeiger).
Achte darauf, dass die Erde sauer ist (Reaktionswert 3); auf Kalkböden gedeiht er nicht.
Pflanze ihn am besten im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst in gut durchlässiges Substrat.
Mit einer Wuchshöhe von 0,51 m passt er hervorragend in den Vorder- oder Mittelgrund von Steingärten.
Da er nicht verholzt, ist eine Pflege durch Rückschnitt nach der Samenreife im Spätsommer unkompliziert.
Lasse die verblühten Stände im Winter stehen, um die Selbstaussaat durch Wind zu ermöglichen.
Gute Partnerin: Der Kleine Sauerampfer (Rumex acetosella) bevorzugt ebenfalls saure, magere Böden und ergänzt das ökologische Bild perfekt.
Der Gänseblümchen-Lochschlund (Anarrhinum bellidifolium) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist eine indigene Art (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo er auf kalkarmen, sauren Böden gedeiht. Als krautige Pflanze erreicht er eine Wuchshöhe von genau 0,51 m. Besonders markant sind seine extrem leichten Samen, die lediglich 0,04 mg wiegen und so durch den Wind über weite Strecken verbreitet werden können. In der Natur findet man ihn heute nur noch selten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
3 Videos zu Gänseblümchen-Lochschlund



16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →