Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthriscus sylvestris subsp. sylvestris
Auch bekannt als: Anthriscus sylvestris subsp. sylvestris
35
Arten
interagieren
52
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Wiesen-Kerbel durch seine filigranen, farnartigen Blätter und die zarten, weißen Doppeldolden (schirmförmige Blütenstände) auf. Er ist eine unverzichtbare Futterpflanze für den prächtigen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und lockt zahlreiche nützliche Schwebfliegen an. In deinem Garten sorgt er für eine natürliche, luftige Struktur, die an unberührte Wiesenränder erinnert. Besonders die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) schätzt das reiche Nektarangebot an den flachen Blüten. Wenn du ihm ein nährstoffreiches Plätzchen gönnst, wird er dich mit üppigem Wuchs belohnen. Hast du schon einen Platz für diesen heimischen Wildcharakter gefunden?
Die Kinderstube für Schwalbenschwänze: 0.84 m pure Lebenskraft für deinen Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wiesen-Kerbel ein Magnet für Schmetterlinge und Schwebfliegen. Besonders wichtig ist er für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) sowie die selteneren Arten Papilio alexanor und Papilio hospiton. Unter den Schwebfliegen profitieren die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus), die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) sowie die Zweiband-Wespen-Schwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) von dem leicht zugänglichen Nektar. Die leichten Samen (4.1188 mg) dienen im Winter als Nahrung für kleine Vögel. Da die Pflanze nicht verholzt, bietet sie im Winter hohle Stängel, die als Überwinterungsquartier für Insektenlarven fungieren können.
Der Wiesen-Kerbel gilt als nicht kindersicher. Es besteht eine lebensgefährliche Verwechslungsgefahr mit dem hochgiftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum). Ernte die Pflanze daher nie ohne absolute botanische Sicherheit für den Verzehr. Im Falle eines Vergiftungsverdachts kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.836 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Kronröhre
2.48 mm
Nektar
0.1391 µl/Blüte
Ellenberg Licht 6: Wähle einen Standort im Halbschatten, er verträgt aber auch hellere Plätze ohne pralle Mittagssonne.
Ellenberg Nährstoffe 8: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen sehr bodenreichen Platz; arbeite vor der Pflanzung reichlich Kompost ein.
Ellenberg Feuchte 5: Halte den Boden stets frisch (mäßig feucht), er sollte niemals ganz austrocknen.
Pflanzzeit: Setze ihn idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Platzbedarf: Berücksichtige bei der Planung seine exakte Wuchshöhe von 0.84 m.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre 4.1188 mg leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) effizient über den Wind.
Pflege: Schneide Verblühtes nur zurück, wenn du die Selbstaussaat begrenzen willst.
Gute Partnerin: Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) – er liebt ebenfalls nährstoffreiche Böden und ergänzt die weißen Dolden perfekt mit blauen Blüten.
Der Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris subsp. sylvestris) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz heimisch. Er besiedelt natürlicherweise nährstoffreiche Wiesen, Wegränder und lichte Waldsäume. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist er fest in unsere Ökosysteme integriert. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.84 m und bildet auffällige, breitblättrige Laubblätter mit einer Fläche von etwa 720.62 mm² aus. Seine Wurzeln gehen eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), also eine nützliche Pilzgemeinschaft, im Boden ein.
3 Videos zu Wiesen-Kerbel



35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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