Bild folgtKI-generierte IllustrationArctostaphylos uva-ursi
Auch bekannt als: Arbutus uva-ursi
13
Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Echte Bärentraube an ihrem kriechenden, teppichartigen Wuchs und den immergrünen, lederartigen Blättern. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet geführt wird, ist sie ein echtes Juwel für den Naturschutz in deinem Garten. Besonders spezialisierte Falter wie die Moorwald-Blättereule (Papestra biren) oder die seltene Heidekraut-Rindeneule (Acronicta menyanthidis) sind auf sie als Futterquelle angewiesen. Auch die Waldhummel (Bombus sylvarum) profitiert von ihrem Nektarangebot. Wenn du eine robuste, heimische Pflanze suchst, die ökologischen Wert mit Bodenhaftung verbindet, liegst du hier genau richtig.
Stark gefährdete Überlebenskünstlerin: Ein Teppich für die Moorwald-Blättereule.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Echte Bärentraube eine wichtige Anlaufstelle für die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Honigbiene (Apis mellifera), die ihre Blüten von März bis Juli besuchen. Als Raupenfutterpflanze spielt sie eine entscheidende Rolle für das Überleben der Moorwald-Blättereule (Papestra biren) sowie der Heidekraut-Rindeneule (Acronicta menyanthidis). Auch die Falterarten Eupithecia satyrata und Hyppa rectilinea nutzen sie zur Eiablage. Neben Insekten profitiert sogar der Steinmarder (Martes foina) von der Pflanze, während die Käferart Agrilus cyanescens ebenfalls an ihr nachgewiesen wurde.
Die Echte Bärentraube ist als nicht kindersicher eingestuft. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du daher Vorsicht walten lassen und darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Weitere spezifische Verwechslungsgefahren mit giftigen Arten sind nach der vorliegenden Datenlage für unsere Region nicht dokumentiert.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Pflanze die Bärentraube am besten in den Zeiträumen von März bis Mai oder von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Sie bevorzugt einen gut durchlässigen Standort, da sie empfindlich auf Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich) reagiert.
Da sie eine Symbiose mit ERM-Mykorrhiza (einer speziellen Form der Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht, sollte der Boden nicht künstlich gedüngt werden.
Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wuchses in der Regel nicht erforderlich.
Achte darauf, dass der Boden eher nährstoffarm bleibt, damit sie nicht von wüchsigeren Gräsern überdeckt wird.
Die Vermehrung kann im Sommer durch Stecklinge erfolgen.
Eine zusätzliche Bewässerung ist nach dem Anwachsen meist nur in extremen Trockenperioden nötig.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) eignet sich hervorragend, da beide die gleichen Bodenansprüche teilen und gemeinsam eine dichte, ökologisch wertvolle Heidelandschaft im Garten bilden.
Die Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt dort als indigen (alteingesessen). Sie wächst als niederliegender Zwergstrauch und bildet über Jahre hinweg dichte, verholzte Matten aus. Die Pflanze bevorzugt lichte, oft karge Standorte und ist besonders in Gebirgsregionen oder auf sandigen Heideflächen zu finden. Durch ihre Ausbreitungsstrategie fungiert sie in der Natur als wichtiger Bodenfestiger.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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