
Martes foina (Erxleben, 1777)
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Der Steinmarder (Martes foina) ist etwa so groß wie eine Hauskatze, besitzt ein braunes Fell mit einem markanten, weißen und unten gegabelten Kehlfleck sowie einen buschigen Schwanz. In unseren Gärten schätzt dieser flinke Kletterer vor allem die Nähe zum Menschen, da er Dachböden, Scheunen oder Holzstapel als Verstecke nutzt. Als dämmerungs- und nachtaktives (in der Abenddämmerung oder Nacht lebendes) Tier bekommt man ihn meist nur schemenhaft zu Gesicht. Er gehört zur Gruppe der Allesfresser, wobei sein Speiseplan sehr vielseitig ist. Er nutzt Pflanzen wie die Echte Mehlbeere (Sorbus aria), den Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna) oder die Kornelkirsche (Cornus mas) als Nahrungsquelle. Auch die Früchte der Weinrebe (Vitis vinifera), Äpfel, Aprikosen, die Mittelmeer-Brombeere (Rubus ulmifolius) und der Blutrote Hartriegel (Cornus sanguinea) werden von ihm verzehrt. Den Winter über hält er keinen Winterschlaf, sondern bleibt als winteraktives Tier auf Nahrungssuche. Als Gärtner kannst du den Marder unterstützen, indem du Reisighaufen oder alte Schuppen als Rückzugsorte duldest. Er ist ein nützlicher Mitbewohner, da er Mäuse und Ratten kurz hält. Ein naturnaher Garten mit dem Felsen-Kreuzdorn (Rhamnus saxatilis) bietet ihm natürliche Deckung.
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Der Steinmarder unterliegt dem Jagdrecht und darf nicht eigenmächtig gefangen oder umgesiedelt werden. Er ist für Menschen harmlos und scheu, verteidigt sich aber durch Bisse, wenn er in die Enge getrieben wird. Zum Schutz vor Kabelschäden im Auto helfen fachgerechte Ummantelungen.
Der Steinmarder (Martes foina) gehört zur Familie der Marder (Mustelidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 40 bis 54 Zentimetern und ist ein ausgesprochener Kulturfolger (ein Tier, das dem Menschen in seine Siedlungen folgt). Seine Lebensweise ist durch eine hohe Anpassungsfähigkeit an menschliche Strukturen wie Gebäude und Gärten geprägt. Als Allesfresser nutzt er ein breites Spektrum an tierischer und pflanzlicher Nahrung.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_163810433
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