Bild folgtKI-generierte IllustrationAristolochia clematitis
Auch bekannt als: Gewöhnliche Osterluzei, Pfeifenblume
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren hellgelben, röhrenförmigen Blüten, die an kleine Kannen erinnern, fällt die Osterluzei (Aristolochia clematitis) sofort auf. Diese geschichtsträchtige Pflanze ist ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt, da sie spezialisierten Insekten wie dem Braunwurz-Blütenkäfer (Cionus scrophulariae) und nützlichen Käfern wie dem Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata) einen Lebensraum bietet. Da sie auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen warmen, halbschattigen Platz in deinem Garten hast, wird sie sich dort über Jahre hinweg wohlfühlen.
Kannenblüten für Käferfreunde: Hol dir die gefährdete Osterluzei in den Garten.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer
Psyllobora vigintiduopunctata
frisst Blattläuse · Ceruraphis eriophori · Cryptomyzus ulmeriPisaura mirabilis
frisst Phlaeothripidae · Agrotis exclamationis · Apis melliferaVariabler Weichkäfer
Cantharis livida
frisst Odontothrips phaleratusNigma walckenaeri
frisst Eriothrix rufomaculata · Nigma walckenaeriDatengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Die Osterluzei ist ein Magnet für eine oft übersehene Insektenwelt. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren besonders Käferarten wie der Variable Weichkäfer (Rhagonycha fulva) und der Braunwurz-Blütenkäfer (Cionus scrophulariae) von den Blüten. Auch für Spinnen wie die Grüne Kräuselspinne (Dictyna viridissima) und die Listspinne (Pisaura mirabilis) bietet die Pflanze Struktur und Jagdmöglichkeiten. Der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata) findet hier ebenfalls Nahrung. Die Ausbreitung erfolgt eher lokal, da die Samen mit einem Gewicht von etwa 9.0907 mg zu den schwereren Diasporen (Ausbreitungseinheiten) gehören und meist durch Tiere am Boden verschleppt werden.
Die Osterluzei ist als nicht kindersicher eingestuft und in allen Teilen giftig. Achte darauf, dass Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Bei versehentlicher Aufnahme wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Trage bei der Gartenarbeit vorsorglich Handschuhe.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.454 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
• Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), idealerweise geschützt vor der prallen Mittagssonne.
• Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (nährstoffreich) und benötigt fetten Boden mit ausreichend Kalk (basisch, Ellenberg Reaktion 8).
• Feuchtigkeit: Halte das Substrat frisch (mäßig feucht), Staunässe solltest du jedoch vermeiden.
• Pflanzzeit: Setze die Osterluzei im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
• Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die fixe Höhe von 0.45 m.
• Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über ihre Rhizome (Wurzelstöcke) langsam selbst aus.
• Pflege: Ein Rückschnitt im Spätherbst ist möglich, wenn die oberirdischen Teile abgestorben sind.
• Gute Partnerin: Der Echte Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis) – er schätzt ähnliche frische Bodenverhältnisse und bietet einen schönen strukturellen Kontrast.
Die Osterluzei gehört zur Familie der Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae) und gilt in Mitteleuropa als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde). Ihr natürlicher Lebensraum sind wärmeliebende Säume und lichte Auenwälder auf kalkhaltigen Böden. Die ausdauernde, krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.45 m und bildet unterirdische Ausläufer. Ihre Blätter sind breitflächig und herzförmig, was sie auch außerhalb der Blütezeit gut erkennbar macht.
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →