Bild folgtKI-generierte IllustrationAstragalus cicer
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dokumentiert
Du erkennst den Kicher-Tragant (Astragalus cicer) an seinen blassgelben Blütenköpfen und den charakteristischen, aufgeblasenen Fruchthülsen, die an kleine Kichernüsse erinnern. Diese heimische Wildpflanze ist ein wertvoller Stickstoffsammler, der deinen Gartenboden auf natürliche Weise verbessert. Besonders Wildbienen wie die seltene Sandhummel (Bombus veteranus) und Schmetterlinge wie der Distelfalter (Vanessa cardui) profitieren von seinem Nektarangebot. Da er auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen, eher mageren Platz hast, ist dieser robuste Hülsenfrüchtler genau die richtige Wahl für dich.
Bodenverbesserer und Nektarquelle: Ein Muss für Sandhummel und Zwergbläuling.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Kicher-Tragant eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten wie die Sandhummel (Bombus veteranus) und das Helle Gelbhörnchen. Auch der farbenfrohe Distelfalter (Vanessa cardui) besucht die Blüten regelmäßig zur Energieaufnahme. Für den Zwergbläuling (Cupido minimus) ist die Pflanze als Lebensraum von Bedeutung. Sogar Nützlinge wie der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) finden hier Jagdgründe oder Verstecke. Die leichten Samen, mit einem Gewicht von etwa 3.53 mg, werden im Herbst durch den Wind verbreitet und können so auch entferntere Gartenbereiche besiedeln.
Bitte beachte, dass der Kicher-Tragant in der Fachliteratur als nicht kindersicher eingestuft wird. Er sollte daher nicht in direkter Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden, da der Verzehr von Pflanzenteilen problematisch sein kann. In einem verantwortungsvoll geführten Naturgarten lässt er sich jedoch gut an etwas abgelegeneren Stellen oder in gemischten Wildstaudenbeeten integrieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.481 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickelt.
Bodenbeschaffenheit: Der Boden sollte eher nährstoffarm sein (Schwachzehrer), da zu viel Dünger das Wachstum zulasten der Standfestigkeit fördert.
Feuchtigkeit: Ein frischer, also mäßig feuchter Boden (Feuchtwert 4) ist ideal; vermeide jedoch dauerhafte Staunässe.
Bodenreaktion: Als Kalkzeiger benötigt er einen basischen, kalkreichen Untergrund (Reaktionswert 8).
Pflanzzeit: Setze den Tragant idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Platzbedarf: Plane bei einer Wuchshöhe von 0.48 m genug Raum ein, da er sich gerne flächig ausbreitet.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, das Stehenlassen der Stängel bietet Winterquartiere für Insekten.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie liebt ebenfalls kalkhaltige Standorte und ergänzt den Tragant optisch hervorragend.
Der Kicher-Tragant gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als bodenständige Art oder alteingebürgerter Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Halbtrockenrasen und sonnige Böschungen, wobei er kalkhaltige Untergründe bevorzugt. Als krautige Pflanze verholzt er nicht und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0.48 m. Auffällig sind seine gefiederten Blätter und der kriechende bis aufsteigende Wuchs, der dichte Bestände bilden kann.
1 Video zu Kicher-Tragant

10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →