Bild folgtKI-generierte IllustrationBidens cernua
5
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Nickenden Zweizahn an seinen markanten, gelben Blütenköpfen, die im Alter charakteristisch nach unten hängen und der Pflanze ihren Namen geben. Dieser Korbblütler ist ein echter Spezialist für feuchte Gartenbereiche und ökologisch wertvoll, da er erst spät im Jahr Farbe bekennt. Besonders Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge (Aglais io) und der Admiral (Vanessa atalanta) profitieren von seinem Nektarangebot im Spätsommer. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) ist ein regelmäßiger Gast an den Blüten. Wenn du eine Sumpfzone am Teich oder eine dauerhaft nasse Senke im Garten hast, ist dieser unkomplizierte Wildblüher genau der richtige Partner für dich.
Späte Goldblüten für Admiral und Tagpfauenauge – perfekt für nasse Gartenstandorte.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Nickende Zweizahn eine wichtige Tankstelle für späte Insekten. Besonders Tagfalter wie der Admiral (Vanessa atalanta), der Distelfalter (Vanessa cardui) und das Tagpfauenauge (Aglais io) nutzen die späte Blütezeit von August bis Oktober zur Nahrungssuche. Auch der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) und Honigbienen (Apis mellifera) besuchen die Blüten regelmäßig. Die Samen sind mit 1.6488 mg recht leicht und werden im Winter gerne von Vögeln gefressen, die die ölhaltigen Körnchen aus den trockenen Ständen picken. Damit bietet die Pflanze einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität am Wasserlauf.
Der Nickende Zweizahn ist als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt primär an den mit Widerhaken besetzten Samen, die sich bei Kontakt schmerzhaft in die Haut bohren oder in der Kleidung verhaken können. Es sind keine spezifischen Vergiftungsfälle bekannt, doch bei Unfällen oder Verschlucken kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Aug – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.429 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf (Ellenberg 8): Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Feuchtigkeit (Ellenberg 9): Der Boden muss dauerhaft nass sein; ideal ist ein Standort direkt am Teichrand oder in einer Sumpfzone.
Nährstoffe (Ellenberg 8): Als Starkzehrer (nährstoffhungrige Pflanze) benötigt er einen sehr gehaltvollen, humosen Boden.
Bodenreaktion (Ellenberg 7): Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische (alkalische) Untergründe.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (April bis Mai) in den vorbereiteten, schlammigen Boden.
Wuchsform: Mit einer Höhe von 0.43 m bleibt er kompakt; er ist nicht verholzt und zieht sich im Winter komplett zurück.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, damit Vögel die Samen nutzen können.
Gute Partnerin: Der Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus) — er teilt die Vorliebe für nasse, stickstoffreiche Standorte und ergänzt das Gelb des Zweizahns ökologisch perfekt.
Der Nickende Zweizahn (Bidens cernua) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen (einheimisch) verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Uferzonen, Gräben und nasse Schlammflächen, die reich an Stickstoff sind. Die Pflanze wächst krautig und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0.43 m. Eine Besonderheit sind die Früchte mit ihren zwei Grannen (borstenartige Fortsätze), die mit Widerhaken versehen sind und so die Fernausbreitung durch Tiere oder Kleidung sicherstellen.
1 Video zu Nickender Zweizahn

5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →